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"Wahre Verständigung und Heilung sind nur durch Einstimmung möglich, auf das Selbst, auf Andere und auf Gott", sagt der christliche Mystiker Stylianos Atteshlis, bekannt als Daskalos.
DIE LEHRE
VON MARK MATOUSEK
Er ist einer der größten lebenden christlichen Mystiker, dennoch ist Stylianos Atteshlis – allgemein bekannt als der Magus von Strovolos, der Meister oder einfach Daskalos ("Lehrer") – nicht sehr bekannt in Amerika. Obwohl er seit seinem siebten Lebensjahr in seinem Heimatland Zypern unterrichtet, hat der 84 Jährige in den Vereinigten Staaten niemals zuvor öffentlich gesprochen oder einem amerikanischen Journalisten ein Interview gewährt. Wie von Kyriacos Markides in seiner dreiteiligen Biografie beschrieben, sind Daskalos' Übungen legendär und meines Wissens einzigartig unter den zeitgenössischen christlichen Lehrern. Sie sind jene Art metaphysischer Praktiken, die wir üblicherweise mehr mit dem Hinduismus, Tibetischen Buddhismus und Schamanismus in Verbindung bringen, als mit der westlichen mystischen Tradition. Zum Beispiel praktiziert Daskalos häufig die "Exosomatose", in der es ihm möglich ist, seinen Körper vollkommen bewusst zu verlassen und an ferne Orte und Dimensionen in Begleitung "unsichtbarer Helfer" zu reisen, um anderen zu Diensten zu sein. Er behauptet, seiner vergangenen Leben gewahr zu sein (in einem, so sagt er, betreute er die Räume, wo Jesus Christus während seiner Besuche bei den Essenern schlief) und diese Inkarnationen willentlich wieder erleben zu können. Es wird berichtet, dass Daskalos an hunderten öffentlichen Heilungen als Werkzeug gewirkt hat, wie zum Beispiel bei folgender Begebenheit, die von einem italienischen Journalisten in Markides’ Biographie beschrieben wird: Vor mehreren Zeugen heilte Stylianos Atteshlis einen dreijährigen englischen Jungen von Polio. Ich starrte neugierig auf englische Frau, die ihr Kind hielt. Erst als sie den Jungen in Stylianos Atteshlis’ Arme gab, bemerkte ich, dass sein [des Jungen] linkes Bein von einer schweren Plastikschiene gestützt wurde. Es war verkümmert und deutlich kürzer als das andere Bein… Stylianos Atteshlis saß, mit dem Kind in seinen Armen, auf seinem Stuhl und begann mit einer sehr sanft klingenden Stimme zu ihm zu sprechen. Unterdessen begann er behutsam, sein krankes Bein zu streicheln. Er zog einige Male daran, als ob er es länger machen wollte… zehn, zwanzig Minuten mussten vergangen sein; Ich erinnere mich nicht. Mein Blick haftete manchmal am Kind und manchmal auf Stylianos Atteshlis. Plötzlich machte das Kind ein schmerzverzerrtes Gesicht. In dem Moment richtete er den Jungen auf, gab ihm einen leichten Klaps auf den Hintern und sagte: „Jetzt lauf mein Junge.“ Und das Kind fing an, im Raum umherzulaufen. War es ein Wunder? War es eine Suggestion? Jeder kann seine eigenen Schlüsse daraus ziehen. Ich beschreibe nur, was ich gesehen habe.
Trotz dieser angeblichen Kräfte weist Daskalos den Ruf eines Wundertäters zurück. "Es sind Phänomene, sonst nichts", insistiert er. "Wenn wir wissen, wie die Natur funktioniert, würden wir sie nicht Wunder nennen." Wie die meisten wirklichen Mystiker hat Stylianos Atteshlis ein nach Außen unauffälliges Leben geführt. Er wurde 1910 im griechischen Teil Zyperns, nahe Strovolos, geboren und verbrachte sein Leben als Beamter, Familienvater und Christ. Hinter der weltlichen Fassade jedoch, war Daskalos ein gänzlich anderer Mensch. Er versammelte einen Kreis von Schülern ("Wahrheitsforscher") in der Stoa – einem Schrein im Hof seines bescheidenen Heimes –, wo sich Daskalos daran machte, die Gruppe in esoterisch christlicher Weisheit, Kontemplation, Exosomatose und der Entwicklung von Heilkräften zu unterweisen. Obwohl eine so große Seele in den meisten Kulturen als Mahatma, Schamane oder Curandero verehrt worden wäre, wurde Daskalos vom orthodoxen Klerus in Zypern abgelehnt, der sich bemühte, ihn als den "Magus mephistolianischer Verhältnisse" (um Markides zu zitieren) aus der Kirche zu exkommunizieren. Mit der Zeit, als Daskalos’ Berühmtheit wuchs und die Unbedenklichkeit seiner Arbeit offensichtlich wurde, wurden diese irrigen Beschuldigungen von der Kirche fallen gelassen. So harmlos die Arbeit auch sein möge, das gnostische System, das Daskalos lehrt, ist nahezu undurchschaubar für jene, die nicht in seine Terminologie und Symbolik eingeweiht sind – wie Tausende während zweier ausverkaufter Vorträge von Daskalos in der Town Hall in New York City herausfanden. Die Bühne – bedeckt mit hunderten von Briefen und Fotos von Anhängern, die um Heilung ersuchten – betretend, führte uns Daskalos durch das Vater Unser und sprach danach eine Stunde lang über die Ursprünge des Universums, die psycho-noetischen Ebenen, die "Geistübersubstanz", die Heiligen Erzengel, die "Unendliche Absolute Seinsheit" (Gott) und die Mission von Joshua Immanuel dem Christus. Als sich der große Mann in einem grauen Anzug auf geheimnisvolle Weise von Thema zu Thema bewegte, versuchten viele von uns – recht versiert in Metaphysik – ohne allzu großen Erfolg, seinem beweglichen Geist zu folgen. Ich verließ beide Vorträge fasziniert, verwirrt und überzeugt, dass Daskalos auf einer von nur wenigen erreichten Ebene tätig war. Einen solchen Mystiker zu interviewen, ist alles andere als einfach, wie ich am nächsten Tag in einem Hotel in Midtown Manhattan herausfand. Bereits angespannt, war ich umso überraschter, als dieser außergewöhnliche Mann meine Hand nahm und mir ohne Umschweife mitteilte, dass er meine Gedanken lesen könne und genau wisse, was ich ihn fragen wollte. Nach dieser Erklärung ignorierte er viele meiner Fragen und ließ seine Ausführungen ihrem eigenen, von ihm selbst vorgegebenen Rhythmus folgen.
daskale2aCommon Boundary: Mich interessiert was Sie über das Lesen von Gedanken anderer Menschen gesagt haben. Ist das ständige Erfahrung für Sie?
Daskalos: Das passiert seit der Kindheit; für mich war es etwas Natürliches. Ich wusste nicht, dass andere anders sind.
CB: Wie wurde ihnen bewusst, dass Sie ein Lehrer sind?
D: Moment mal. Lassen Sie uns den Begriff "Lehrer" klären. Der Lehrer ist Joshua Immanuel der Christus. Kein Mensch hat das Recht sich als Lehrer zu bezeichnen. Ich habe die sogenannten Titel, die mir in verschiedenen Büchern verliehen wurden, abgelehnt. Wir nennen die Mitglieder unseres Systems "Bruder Führer", ebenbürtig allen anderen Bruder und Schwester Führern. Viele Hindus nennen mich Swami, Yogi, aber das ist unnötig. Und schon gar nicht das Wort "Magus", um Gottes Willen.
CB: Wenn nicht Daskalos oder Magus, wie wollen Sie dann genannt werden?
D: Garnichts. Ich habe die sogenannte Persönlichkeit eines Zeit und Ort Menschen vollkommen ausgelöscht. Was zählt ist die Lehre, die Menschen helfen kann, aus ihrer Verwirrung herauszukommen! Ihre Leben neu zu gestalten und ihr Leiden zu lindern. Nun, wie wusste ich, wer ich war? Wer kann das sagen? Ich wusste es einfach, seit der Zeit, als ich sehr klein war. Es war sehr schwierig für mich, denn meine Eltern konnten mich nicht verstehen. Mein Vater sagte: "Dieser Sohn von mir, der diese Dinge offenbart, ohne sie zu lernen, der in Sprachen aus früheren Inkarnationen spricht." Er fragte sich: "Wer ist mein Sohn?" Das passierte gemäß meiner Natur, und nicht aus irgendeiner berechnenden Absicht heraus, ein Daskalos zu sein. Vielleicht war es vorherbestimmt.
CB: Sie sagten, Sie waren ein Junge zur Zeit Joshuas?
D: Ja, ich kam in die Essener Schule im Alter von 10 Jahren und war für das Rabbinat bestimmt. Joshua lehrte zu jener Zeit viele Jünger – er hatte viele Anhänger. Als Essener Novize war ich in der glücklichen Lage die Räume zu betreuen, in denen er vier Tage im Monat lebte; und ihm nahe zu sein, ihn anzubeten, ihn zu verehren. Können sich Menschen mittels der menschlichen Sprache verstehen? Nein – sie ist die schlechteste Krücke zur Verständigung. In ein paar hundert Jahren werden die Menschen in der Lage sein, auf bessere Weise zu kommunizieren.
CB: Bis zu welchem Alter?
D: Als ich 17 war, wurde er gekreuzigt. Diese 7 Jahre waren die beste Inkarnation, die ich je hatte. Ich hatte frühere Inkarnationen als ägyptischer Hierophant, drei oder vier mal, und ich erinnere mich an die Hieroglyphen und was sie bedeuten, als wären sie meine eigene Sprache. Ich gab diese Informationen an Ägyptologen weiter. Dennoch, obwohl ich sehr ernsthafte Inkarnationen hatte, war mir selbst als 10-jähriger Junge klar, dass ich in Joshua etwas sehr hohem nahe war. Ich hatte zu jener Zeit bereits meine Fähigkeit zur Exomatose [außerkörperlich reisen], und Joshua wusste das. Er lehrte diese Dinge, aber das größte, das er lehrte, war Demut. [Wir wurden von einem Assistenten unterbrochen, der mich anwies keine weiteren "persönlichen" Fragen zu stellen.]
CB: Lassen Sie uns über das Leiden sprechen. Wir scheinen in einem sehr dunklen Zeitalter zu leben – die Hindus nennen es das Kali Yuga. Täglich gibt es Gerüchte über die Apokalypse und Armageddon. Ist es nur unsere Wahrnehmung, dass wir in einem dunkeln Zeitalter sind, oder befinden wir uns tatsächlich am Ende eines Zyklus der Geschichte?
D: [die Frage missachtend] Das ist keine Entschuldigung! Gott gab uns alles in Überfluss – frische Luft zum Atmen, die Übersubstanz des Geistes, so dass wir Gott erreichen können. Christus lehrte uns, wie man sie benützt! Was hindert die Menschen daran, Vernunft und Liebe zu gebrauchen, um sich aus dem derzeitigen Zustand des Leidens zu befreien? Die Gewohnheiten der Persönlichkeit werden als Entschuldigung vorgebracht.
CB: Ich stimme zu, aber viele finden es einfacher den Zustand der Welt auf einen göttlichen Plan zu schieben.
D: Sehen Sie [er lehnt sich vor und schaut mir tief in meine Augen], ich bekomme viel von ihren Gedanken mit [und lacht]. Sie kamen her, um mit mir über Psychologie zu sprechen. Aber was ist Psychologie? Was sind Psychometrie, Psychotherapie, Psychiatrie? Personen verwenden das Wort “Seele” – Psyche – und verzerren seine großartige Bedeutung. Mit “Seele”, meinen Sie damit das Verhalten der Persönlichkeit? Das ist nicht ganz richtig. Die Beziehung zwischen Seele und Persönlichkeit ist komplex. Die Persönlichkeit mag sündhaft sein, aber die Seele ist nicht sündhaft. Sie ist Gott. Die Seele kann nicht verletzt werden. Sie haben keine Seele, Sie sind eine Seele. In unserem System sprechen wir von noch etwas anderem, das wir die Permanente Persönlichkeit nennen. Dies ist der Zustand zwischen Zeit-und-Ort-Inkarnationen, der keinen Namen hat, außer dem Ich-bin-Ich. Diese Permanente Persönlichkeit geht genau genommen in die Seele über. Das Ich-bin-Ich, das sich [beim Phänomen des Todes (Anmerkung des Übersetzers)] vom grobstofflichen Körper löst, erinnert sich an alles.
CB: Dennoch erinnere ich mich nicht an meine vergangenen Leben.
D: Das ist Teil der Gnade Gottes, den Menschen die Möglichkeit zu geben, fortzuschreiten ohne für die Sünden, die Sie begangen haben, Reue zu empfinden. Die Menschen missverstehen die Gnade Gottes.
CB: Sagen sie, dass Unwissenheit eine Form der Gnade ist?
D: Ja. Natürlich, Unwissenheit hat viele Bedeutungen. Wie auch immer, wenn Sie sich auf ihre Permanente Persönlichkeit einstimmen, werden Sie sich erinnern. Dann sind Sie nicht mehr unwissend. Lassen Sie uns jetzt über Heilung sprechen. Die Psychotherapie und alle Formen der Heilung verwenden die Geist-Übersubstanz, jenes Prinzip, das der Existenz zugrunde liegt. Der Geist, als Energie, bewegt sich durch sie hindurch und wird dem Mitmenschen gegeben, um geheilt zu werden. Aber wer macht die Arbeit? Manche sogenannte Psychotherapeuten sagen, sie haben Erfolg. Den haben sie mit Sicherheit. Aber unglücklicherweise haben sie ihre eigene Ego-Persönlichkeit nicht geheilt und sagen: "Ich, ich, ich habe das getan", und meinen damit ihre Persönlichkeit. Sie haben nichts getan! Es ist Er, der die Heilung vollbringt, nicht Ich. Das ist die große Wahrheit. Sie müssen ihr Gewissen leicht machen, damit diese Vitalität, die ich zu ihnen übertrage, bei ihrer Gesundung hilft. Niemand kann geheilt werden, solange er nicht würdig dazu ist.
CB: Würdig?
D: Ja. Kein Psychotherapeut hat das Recht sich Heiler zu nennen, denn der Heiler ist Gott. Mittler! Ja, bei vielen Gelegenheiten wusste ich, wie man ätherische Vitalität bekommt und sie an andere weitergibt. Aber diese Heilungen hängen nicht von meinem Willen als Persönlichkeit ab, sondern vom Willen Gottes. Es gab Fälle in denen diese ätherische Vitalität durch mich gesandt und wieder zurückgesandt wurde. Wenn das drei Mal passiert, höre ich auf. Es ist dann nicht der Wille Gottes, dass diese Heilung geschieht.
CB: Also können sie nicht vorhersagen was geschieht?
D: Bevor ich jemanden treffe, weiß ich nicht ob es passieren wird, aber wenn meine Aura seine Aura berührt, fühle ich sofort ob er geheilt wird oder nicht. Dann gebe ich die ätherische Vitalität und verkümmerte Beine werden länger, alle Möglichen Sachen passieren, die sie Wunder nennen würden. Ich wiederhole, es sind keine Wunder. Es sind Phänomene. Das ist die ganze Wahrheit. Nichts hängt von mir ab; es ist alles Gott.
CB: Mit anderen Worten, alle diese Phänomene sind innerhalb des Möglichkeitszyklus eines jeden Menschen.
D: Wenn sie nicht möglich wären, wie würden sie dann geschehen?
CB: Für begnadete Menschen wie sie, scheint das offensichtlich. Aber nicht jeder ist sich dieser Fähigkeiten bewusst.
D: Es stimmt, dass ich diese Dinge seit meiner Kindheit hatte – meine Mutter wusste es und jeder wusste es. Aber ich dachte immer, dass es etwas ist, das jeder tun kann. Vielleicht ist es in meinem Fall die Arbeit vieler Inkarnationen, die Verschmelzung meiner Permanenten und Seelen Persönlichkeiten. Wer kann das sagen? Was ich weiß, ist dass es keine Gefälligkeiten Gottes sind. Man muss sich verdienen und gewinnen, was man hat.
CB: Apropos Gott, wie können Skeptiker und Atheisten mit ihren Zweifeln über die Existenz des Göttlichen umgehen?
D: Ich glaube nicht, dass es Atheisten gibt; es gibt nur Menschen die sich selbst betrügen. Oft haben sie viel von Gott in sich, ohne es zu wissen. Ich sprach einmal mit dem russischen Botschafter. Ein sehr berühmter Mann und ein guter Denker. Plötzlich sagte er: "Mein Gott, mein Gott", ich sagte, "Oh, Sie glauben an Gott?" Diese Frage verwirrte ihn, und er bat mich zu erklären, was Gott sei. Ich sagte, er könne es Liebe nennen, Verständnis, ein Gefühl in der Seele. Ich gab ihm das Beispiel eines reichen Mannes, der sich selbst als Christ bezeichnet, aber stielt und habgierig ist, und auf der anderen Seite das eines armen Mannes, der niemals von Gott spricht, aber ein Stück Brot hat und es mit einem hungrigen Kind teilt. Obwohl weder der Mann noch das Kind ihren Hunger stillen werden, wird der Mann das Gefühl der Zufriedenheit in seiner Seele spüren und viel von Gott in sich haben. Der Botschafter schien immer noch nicht zu verstehen. Ich sagte: "Wenn ich Sie frage, was Elektrizität ist, wissen Sie es vielleicht nicht. Aber Sie wissen, was sie bewirken kann." Er sagte: "Ich verstehe immer noch nicht, obwohl ich es möchte!" Ich sagte: "Mithilfe der Introspektion werden Sie verstehen, Eure Exzellenz."
CB: In ihrem System betonen sie, dass das Gehirn und der Geist nicht das selbe sind.
D: Eine Batterie ist nicht Elektrizität! Wenn ich über schwierige Dinge zu meditieren habe, verlasse ich meinen Körper und verwende den Geist direkt, nicht das Gehirn. Einer meiner Studenten war in Amerika, als ein Streit in einem Kaffeehaus ausbrach. Jemand nahm ein Gewehr und schoss, und die Kugle zerstörte einen großen Teil seines Gehirns. Sie nahmen die Kugel heraus und die Ärzte in Amerika sagten, dass wenn er überleben würde, er weder gehen, reden noch auf die Toilette gehen können wird. Der Junge war etwa 26. Zwei Mediziner brachten ihn zurück zu uns nach Zypern. Ich versuchte seine Seele dazu aufzurufen, die Kontrolle zu übernehmen. Ich kann nicht sagen, dass das nicht sehr schwierig war, das war es. Sie wissen was passiert ist! Dieser Junge, der nicht sprechen konnte als er ankam, sagte zu den Ärzten: "Ich möchte aufstehen und gehen." Sie wollten es ihn nicht versuchen lassen, aber ich sagte ihnen, sie sollen ihn in Ruhe lassen. Heute arbeitet dieser Mann in Zypern und niemand weiß, dass er einen solchen Unfall hatte. Die orthodoxe Wissenschaft heutzutage weiß sehr wenig über das Leben. Sie nennen solche Geschehnisse Wunder. Nein! Es sind auftretende Phänomene innerhalb der Gnade der Absoluten Überintelligenz, die wir Gott nennen.
CB: Es wird berichtet, Sie seien in der Lage, sich willentlich durch Raum und Zeit zu bewegen, bei vollem Bewusstsein.
D: Ja, das kann ich, aber nicht mit meinem menschlichen Gehirn [lacht]. Sie erwähnten gerade etwas, das Leute nicht verstehen – Bewegung. Was ist Bewegung? Sie sagten: "sich in der Zeit bewegen", vorraussetzend, dass es Bewegung in Zeit und Raum gibt. Aber wenn sie sich auf das kosmische Gedächtnis einstimmen, auf die höheren Ebenen der noetischen Ebene, und etwas in dem sehen wollen, was man die Akasha Chronik nennt, trifft dies nicht zu. Wenn ich will, kann ich alles durch Einstimmung meines Geistes innerhalb weniger Minuten erfahren. Es ist schwierig offen über diese Dinge zu sprechen, aber es gibt die göttlichen Kräfte in der menschlichen Natur, sofern man weiß, wie es sich anfühlt Gott zu sein. Durch Exosomatose sind sie in der Lage, Zugang zu Erfahrungen aus anderen Orten und Zeiten zu erlangen. Sie sind in der Lage, sich an alle vorangegangenen Inkarnationen zu erinnern und an alles in ihren Inkarnationen. Davor können sie sich an gar nichts erinnern.
CB: Verstärkt das den Schmerz?
D: Ja. Aber es ist auch ein göttlicher Segen. Ich stimme mich oft auf frühere Inkarnationen ein. Jede ist wie ein Buch, das ich geschrieben habe. Es ist auf meinem Regal.
CB: Wie viele gab es?
D: Hunderte. Es ist nicht wichtig. Ich kann mich erheben und sie wieder lesen, wiedererleben, nichts ist verloren. Ich betrete ein Leben und sehe Dinge – das Christentum ist nicht auf Dogmen begründet. Das Christentum basiert auf nur zwei Instruktionen: Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand; und liebe jedes andere Wesen, wie dein eigenes Selbst – nicht wie auf einem Fernsehschirm, sondern dreidimensional. Man bewegt sich in einer dreidimensionalen Welt, aber man kann nichts verändern, genau wie ein Sänger nichts auf einer Aufnahme verändern kann. Wie auch immer, die göttliche Gnade wirkt so, dass sie die Lektion in dem, was sie sehen, verstehen.
CB: Ein inkarnierter tibetischer Lama sagte mir, dass es der Weisheit-Geist ist, nicht der irdische, biographische Geist, der von Leben zu Leben fortschreitet.
D: Er spricht von der Seelennatur. Viele mächtige tibetische Lamas kamen zu mir. Vor einigen Jahren traf ich den Panchin Lama, der auf seinem Weg nach London in Athen war. Das war recht interessant. Vor allem, woher kannte er mich? Bestimmt nicht vom grobstofflichen Körper. Ich war "zufällig" bei einem Freund zu Gast, einen Kilometer von dort entfernt, wo der Lama untergebracht war, ohne zu wissen, dass er in Athen war. Jemand kam und sagte, dass er sehr erfreut wäre, wenn ich ihn besuchen würde. Ich ging und traf ihn in einem großen Raum mit einem gelben Teppich. Er trug eine orangefarbene Robe und saß auf einem Kissen. Ich zog, ihrem Brauch gemäß, meine Schuhe aus und setzte mich neben ihn. Er hielt seinen Rosenkranz in seiner Hand und gab ihn mir. Ich nahm meinen Rosenkranz aus meiner Tasche und gab ihn ihm. Wir saßen und schauten uns für fünf Minuten an. Kein einziges Wort, in irgendeiner Sprache dieser Welt, wurde gesprochen. Er machte sich daran mir meinen Rosenkranz zurückzugeben und ich deutete ihm er solle ihn behalten, denn die Perlen waren kostbar. Ich stand auf und zog meine Schuhe an. Der Mann des Hauses sagte zu mir: "Warum gehen Sie ohne auch nur seine Stimme gehört zu haben?". Ich sagte ihm, dass wir mehr gesagt haben, als Menschen in fünf Jahren täglichen Kontakts sagen können. "Ich gab ihm so viel Liebe und erhielt so viel Liebe von ihm, dass ich glücklich bin." Nun, was bedeutet das? Können Menschen einander durch die menschliche Sprache verstehen? Nein – es ist die ärmlichste Art der Verständigung. In ein paar hundert Jahren werden Menschen in der Lage sein, auf bessere Weise zu kommunizieren. Zum Beispiel, wenn sie zu mir sagen: "Mein Haus", kann ich durch Einstimmung auf sie genau wissen, wie ihr Haus aussieht. Aber derjenige, der sich nicht einstimmen kann, wird nicht wissen, was sie meinen. Er wird denken, dass ihr Haus wie sein Haus ist. Deshalb bedeutet es nichts wenn man "Haus" in einer gesprochenen Sprache sagt. Wenn die Menschen die Ebene unserer Lehre erreichen, werden sie in der Lage sein, sehr viel klarer zu kommunizieren. Aber auf dieser Ebene gibt es keine Geheimnisse oder Heuchelei, denn man kann die Gedanken des Anderen erkennen.
CB: Sie können die Gedanken der Leute lesen?
D: Es ist nicht lesen. Wenn sie in der Lage sind sich einzustimmen, wissen sie einfach alles. Diese Lehren waren den Mystikern der vergangenen Jahrhunderte bekannt und sie werden der künftigen Wissenschaft bekannt sein.
CB: Das bringt uns zu der Frage der zeitgenössischen christlichen Mystik. Viele Westler, die hungrig nach mystischer Schulung sind, gehen zu den Buddhisten oder den Hindus oder den Sufis um Anleitung und Inspiration zu erhalten. Wo sind die erleuchteten christlichen Mystiker heutzutage?
D: Sie haben das Neue Testament. Lesen sie es. Studieren sie es. Sie brauchen nichts anderes. Ich hatte einen Studenten, einen Schullehrer in Zypern, der seit fünf Jahren in unseren Zirkeln war. Er sparte und sparte um nach Indien zu reisen. Endlich hatte er eine Beurlaubung für ein Jahr und kam zu mir und sagte: "Daskale [vertraute Anrede], ich gehe nach Indien." Ich hindere niemals Menschen daran, zu tun, was sie tun möchten. Jedenfalls ging er zu einem Guru und saß neben ihm. Der Guru war sehr mächtig und lehrte ihn viele Dinge. Gegen Ende seines Aufenthaltes fragte ihn der Guru: "Warum bist du hierher gekommen?", er sagte, "Das frage ich mich auch. Ich habe nichts gelernt, das mich nicht auch mein Lehrer in Zypern gelehrt hatte." Der Guru sagte: "Geh zu ihm und versuche zu verstehen, was er sagt, nicht was du verstehen willst." Das ist der Punkt: Konzentriere dich nicht auf das, was du willst, dass die Lehren bedeuten, sondern auf die Lehren selbst. Selbst wenn man den größten Lehrer hat, wird es es ohne Nutzen sein, wenn man nicht bereit ist zu begreifen, was er sagt.
CB: Stehen sie der christlichen Kirche heutzutage kritisch gegenüber, in der Frauen kein Priesteramt bekleiden dürfen, Homosexuelle nicht heiraten und so weiter?
D: Alles wird heutzutage verzerrt. Das Christentum wurde nicht auf Dogmen gegründet – das sind menschliche Schwächen. Alle Dogmen beinhalten die Schwächern derer, die herrschen. Wahres Christentum basiert nur auf zwei Instruktionen: Liebe Gott mit deinem ganzen Herzen, deiner ganzen Seele und deinem ganzen Verstand; und liebe jedes andere Wesen, wie dein eigenes Selbst. Wenn das nicht berücksichtigt wird, ist es für mich kein Christentum.
CB: Wenn Sie mit jemandem arbeiten, der im Sterben liegt, sind Sie in der Lage, dieser Person beim Übergang zu helfen?
D: Mit Tod meinen Sie Veränderung. Der Apostel Paulus sagte: "Ich sterbe jeden Tag." Sie kamen als Spermium in diese Welt. Wo ist das jetzt? Tot. Aus dem Spermium wurde eine Schwangerschaft, ein Junge oder ein Mädchen, das am Boden spielt. Wo sind diese Kinder jetzt? Tot. Was bedeutet "tot"? In der grobstofflichen Welt nicht mehr zu existieren. Was werden sie in 30 Jahren sein, wenn sie auf dieser Ebene noch am leben sind? Keine einzige Zelle ihres Körpers wird noch "Sie" sein. Sie sterben ständig. Materie rein, Materie raus. Wie die orthodoxe Wissenschaft nun herausfand, kann Materie nicht zerstört werden, sondern nur in etwas anderes transformiert und wieder in etwas anders. Auch als Persönlichkeit verändern sie sich ständig. Aber ihre Ich-Heit, ihr Atma, ist dieselbe. Im Laufe der Zeit drückt sich diese Ich-Heit lediglich auf verschiedenen Ebenen des Bewusstseins aus. Gemäß dem Gesetz der Dualität haben sie zwei Persönlichkeiten: ihre sich verändernde Persönlichkeit und ihre permanente Persönlichkeit, ihre Ich-heit. Das Ziel unseres Systems ist es, den Menschen zu helfen, den Unterschied zu begreifen und herauszufinden, was sie sind, und was Leben ist. Der Tod existiert also nicht. Es gibt einen Übergang, das Hinübergehen vom grobstofflichen Körper in die psychische Welt.

CB: Sind sie in der Lage zu wissen, wann sie diesen Körper verlassen werden? D: Natürlich.
CB: Eine letzte Frage. Wird Jesus wiederkommen?
D: Bedenken Sie, dass Joshua sagte: "Ich bin", nicht, "Ich war". Er ist heute hier, und jeder kann sich auf die Christheit einstimmen. Früher oder später werden alle Menschen diese Wirklichkeit in sich selbst erkennen.
Foto© Paula Allen; Common Boundry
Text © Mark Matousek, Common Boundary.