An die Wahrheitsforscher

Eine Lektion, die der zyprische Mystiker und Heiler, Dr. Stylianos Atteshlis, bekannt als Daskalos, in den Neunzigerjahren an seine Wahrheitssucher richtete.

 

Vater unser im Himmel, geheiligt werde Dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute, und vergib uns unsere Schuld so, wie wir vergeben unseren Schuldnern. Und führe uns in der Versuchung,
und erlöse uns von dem Bösen, denn Dein ist das Reich und die Macht und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

 

An die Wahrheitssucher

 

An die Wahrheitssucher

Meine lieben Brüder und Schwestern unserer großen Familie; die weltweite Familie der Wahrheitsforscher ist in der Tat groß und großartig. Es freut mich euch sagen zu können, dass wir viele, viele tausend Brüder und Schwestern an der Zahl, in unabhängigen Wahrheitsforscher Zirkeln, sind. Ich begrüße euch auf dieser kleinen Insel Zypern.

 

Nun, wenn wir sagen, wir sind Brüder und Schwestern in den Zirkeln, in den unabhängigen Zirkeln der Wahrheitsforscher, was muss unser Ziel sein? Was ist die Wahrheit? Wir müssen eine Definition dafür geben, was wir als Wahrheitsforscher anstreben, und uns an dieses große Ideal halten.

 

In den vergangenen Jahrhunderten haben sich die Großen (viele Große) aus aller Welt, in allen Nationen und Zivilisationen mit der Erforschung der Wahrheit beschäftigt, und sie alle kamen zu den selben Schlüssen, die sie auf ihre eigene Art und natürlich in ihrer eigenen Sprache darlegten. Der Gottmensch, Joshua Immanuel der Christus, der Essener, der Größte von allen, gab uns die Lehre des Christentums. Diese vermittelt uns mehr relative Wahrheit über die Absolute Unendliche Seinsheit als die menschliche Intelligenz verstehen kann. Joshua Immanuel der Christus gab uns Lebensregeln, die zu dieser großen Wahrheit führen. Von sich selbst sagte er: »Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben«.

 

Allein in diesen drei Worten finden wir die gesamte Lehre. Unsere Wahrheitsforschung will wissen, was Leben ist, Leben als Absolute Unendliche Seinsheit, als immerwährendes Leben, als Absolute Unendliche Selbstheit, als Gott. Und natürlich wollen wir auch wissen, was wir als Menschen, als Lebewesen sind, und wie unser Verhältnis zur Absoluten Unendlichen Realität, d.h. zum Leben, ist. Sind wir unsterbliche Götter, Geist-Seelen Egos in der Absoluten Unendlichen Seinsheit, im Ewigen Leben? Wir müssen das herausfinden.

 

Natürlich sagten alle Großen, dass wir alle Götter sind, Sprösslinge, Kinder dieser Absoluten Unendlichen Realität. Joshua Immanuel der Christus, der sich als Ausdruck des Logos fühlte (vielleicht war er der größte Ausdruck des Logos auf diesem Planeten), nannte sich Gott und sagte, dass wir alle Götter seien, Söhne der Absoluten Unendlichen Realität.

 

Doch was sind wir jetzt als Menschen, als Phänomene des Lebens? Sind wir – als Phänomene des Lebens – Götter? Ja, aber wir bringen eine Zeit-und-Ort-Raum Selbstheit zum Ausdruck, die eine Manifestation und ein Ausdruck unserer inneren Realität ist, unserer inneren wahren göttlichen Natur. Wenn es keine Absolute Unendliche Seinsheit, kein Leben, gäbe, wie könnte dann das Phänomen des Lebens auf dem grobstofflichen Planeten entstehen? Von Nichts kommt Nichts.

 

Als Menschen sind wir verpflichtet zu versuchen, dies herauszufinden. Wir selbst müssen dies tun, haben jedoch als Führung die Erfahrungen aller Großen der vergangenen Jahrhunderte. Aber es reicht nicht, einfach zu akzeptieren, was die Erleuchteten gesagt haben. Im übrigen legt uns Joshua Immanuel der Christus dies nicht nahe. Er sagte nicht: »Glaubt blind«, er sagte vielmehr, »Man solle die Wahrheit selbst erkennen und die Wahrheit werde einen frei machen« – frei von allen Illusionen.

 

Wir selbst müssen die Wahrheit suchen und finden. Wir selbst – als was? Als Götter? Nein, unsere innere Natur, unser wahres Geist Ego-Seelen-Selbst kennt die Wahrheit, denn – es ist die Wahrheit. Aber wir als Menschen, jetzt, als Mann und Frau, die wir in den Welten der Existenz leben (d.h. in der grobstofflichen, der psychischen und der noetischen Welt), wir müssen die Wahrheit erkennen. Da wir uns schlummernd in einer Wiege aus Lehm befinden, in einem materiellen Körper träumen, müssen wir in die Realität erwachen und verstehen, was das Leben als ein uns überall umgebendes Phänomen des Lebens ist (Milliarden über Milliarden von Phänomenen des Lebens sind um uns herum). Im Tierreich, im Pflanzenreich … überall … müssen wir herausfinden, was die uns umgebende Realität ist und was diese Phänomene des Lebens sind und in welchem Verhältnis diese Phänomene des Lebens (ich wiederhole, Milliarden über Milliarden von Formen und Phänomenen des Lebens) zur Absoluten Unendlichen Seinsheit, dem immerwährenden Leben, stehen.

 

Natürlich ist diese Studienrichtung, in der wir durch den Gebrauch des Geistes-(Mind) (das größte Geschenk Gottes an die Menschen) die Wahrheit herausfinden können, die relative Wahrheit über die uns umgebenden Phänomene des Lebens. Das ist nur ein Studienzweig.

 

Dann haben wir noch weitere wichtige Dinge zu studieren: Was sind wir als Phänomene des Lebens, was sind wir Menschen, die in einem grobstofflichen Körper leben? Ist der grobstoffliche Körper, unser greifbarer Körper, der einzige Körper, in dem wir leben? Was haben die Großen, die Erleuchteten, in der Vergangenheit enthüllt? Dass wir noch andere Körper haben – dass wir in ihnen und im materiellen Körper gleichzeitig leben. Sie nennen sie den emotionalen oder den psychischen Körper und den noetischen Körper. Paulus erwähnt alle drei Körper in seinen Briefen.

 

Nun, wir müssen das herausfinden! Für die Wahrheitsforscher ist das nicht nur etwas, das man in einem heiligen oder irgendeinem anderen Buch lesen kann – etwas, das man zu akzeptieren hat, ohne sicher zu sein, dass es wahr ist. Wieder komme ich zu den Weisungen des Gottmenschen, Joshua des Christus, zurück: »Ihr erkennt die Wahrheit und die Wahrheit wird euch frei machen, wird euch von euren Illusionen befreien.« Nur von Illusionen? Auch von Ängsten, von der Verwirrung, in der wir uns jetzt in diesem Zeitabschnitt des Lebens befinden. Es ist nicht nur die Pflicht der Brüder und Schwestern der Wahrheitsforscher, unserer geliebten Familie in der ganzen Welt, sondern es ist die Pflicht eines jeden Menschen, die Wahrheit über sich selbst als Mensch herauszufinden und zu ergründen, was das Leben als Phänomen des Lebens ist.

 

Was werden wir durch Unterweisungen und persönliche Erfahrungen herausfinden? Dass wir, als Menschen lebend, ein doppeltes Selbst haben? Im Zentrum unserer Seinsheit, unseres wahren Wesens, dehnt sich das unsterbliche Ego-Geist-Seelen Wesen in die Welten der Existenz aus (das ist die Schaffensfreude der Absoluten Unendlichen Seinsheit und der anderen unsterblichen Wesen) und erzeugt ein lebendiges Schatten-Selbst – unsere menschliche Intelligenz und Selbstheit, genauso wie die Sonne einen Schatten wirft. Also, wir selbst als Licht (weil unser Geist-Ego-Selbst Licht ist) werfen einen Schatten in die Welten der Existenz: die materielle Welt, die psychischen Welten und die noetischen Welten. Dieser Schatten ist lebendig. Er ist das Bewusstsein und die Selbstheit unserer Persönlichkeit.

 

Das ist es, was wir einstweilen studieren können: unser wahres Selbst in seinem Ausdruck – um in die Realität einzutauchen, um zu der großen Einsicht zu gelangen, wer wir letztlich sind, wir, die wir ein Selbst in Zeit-und-Ort auf der materiellen Ebene ausdrücken, als eine Selbstheit.

 

Natürlich hat uns die Absolute Unendliche Seinsheit, Gott, die Absolute Unendliche Realität, die Absolute Unendliche Selbstheit, das größte Geschenk gewährt, das die Menschen momentan leider nur unterbewusst nutzen: – den Geist-(Mind). Wenn wir diesen Geist von Emotionen und materiellen Hindernissen reinigen, können wir unser Selbst in ihm reflektiert sehen. Und was finden wir? Ja. Ich bin ein Schatten, und dennoch – Ich bin der Ich bin. Ich bin auch Gott, denn wenn ich nicht Gott wäre, wie könnte ich eine Selbstheit im materiellen Körper ausdrücken, die alles tierische Leben um mich herum nicht ausdrücken kann? Die Tiere können den Geist-(Mind), das göttliche Geschenk, instinktiv und manche von ihnen nur ein wenig unterbewusst benutzen, niemals bewusst und niemals drücken sie Selbst-Bewusstsein aus.

 

Also müssen wir unsere Natur, die menschliche Natur als Selbst, mit Hilfe von Geist-(Mind) studieren, so dass wir unser Selbst verstehen und in unserem (kleinen) Selbst reflektieren und die Wahrheit erkennen. Wer also des Wissens bedarf, ist unsere derzeitige Persönlichkeit, nicht unser inneres Selbst, denn – Gott weiß alles. Unsere wahre Natur ist Gott, sie braucht nichts zu lernen. Aber sind wir als Menschen nicht auch Götter? Ja, doch, wir sind Götter in ihrem Ausdruck. Deswegen kam Joshua der Gottmensch, Immanuel der Christus, in die Welt. Um uns den Weg zurück zur Realität, zur Wahrheit, zu zeigen. Um die Menschen zu befreien, die kleinen Selbst der Menschen, von den Qualen ihrer Illusionen im Leben. Das war das Ziel von Joshua Immanuel dem Christus, der in die Welt kam.

 

Nun, 2000 Jahre sind seit dem Erscheinen des Gottmenschen auf Erden vergangen. Er betete und arbeitete, er drückte seine göttliche Natur aus, er zeigte das Licht und wurde von der Finsternis gehasst und gekreuzigt. Natürlich gibt diese Kreuzigung Christi vielen Gelehrten selbst heute noch Rätsel auf, und viele Würdenträger der Kirchen (der orthodoxen, der katholischen und der protestantischen Kirche) sehen dieses Ereignis als eine Schwäche, eine menschliche Schwäche von Joshua Immanuel dem Christus. Es gibt keine schlimmere Blasphemie, denn wenn sie die Bibel lesen, in die großen Wahrheiten der Bibel eindringen und in das Leben des Gottmenschen, sollten sie bemerken, dass er bei vielen Gelegenheiten seine Kreuzigung vorhergesagt hatte, die jeder Mensch durch Davonlaufen umgehen könnte, was er nicht getan hatte. Außerdem war die Kreuzigung der Beweis des Gottmenschen für seine Behauptung, dass das Fleisch nahezu nichts ist und dass es die Geist-(Spirit)-Seele ist, die Leben spendet. Er hat die größte Wahrheit verkündet und sie bewiesen. Er sagte: »Ich kann diesen Tempel (seinen materiellen Körper) zerstören und in drei Tagen werde ich ihn wieder aufbauen.« Er sagte das deutlich. Und er sagte: »Es ist dieser Moment, für den ich in die Welt gekommen bin, um gekreuzigt zu werden, um zu beweisen, dass das Fleisch nichtig ist, dass die Persönlichkeit eines Menschen nichtig ist.« Er sagte auch: »Wer seine Seele liebt…«, (die Persönlichkeit, fälschlicherweise als Seele bezeichnet) »… wird sie eines Tages bestimmt verlieren«, (dies geschieht mit dem, was wir den Tod des materiellen Körpers nennen) »und wer sie hasst…«, (wer der Persönlichkeit nicht viel Aufmerksamkeit schenkt) »…wird sie gewinnen.« Er wird sie haben, weil er die Erfahrung und die Überzeugung hat, dass er nicht die Persönlichkeit ist, sondern dass er eine Ich-heit, ein Geist-Seelen Ego, ist. Er sprach deutlich über die Geist-Seele.

 

Ich habe mittlerweile hunderte von Malen empfohlen, dass – zumindest für einen Wahrheitsforscher – das Neue Testament sein größter Freund und Lehrer sein muss. Dort kann man die ganze Wahrheit über das Leben finden, unser Lebensziel und die Verhaltensweisen, die wir zum Ausdruck bringen sollen, so wie es uns der Gottmensch Joshua Immanuel der Christus gelehrt hat.

 

Das ist der zweite und wichtigste Zweig unserer Studien: den Geist-(Mind) mit Vernunft zu verwenden, durch ganz persönliche Erfahrung, die definitiv kommen wird, die Wahrheit über das Leben kennen zu lernen, über unsere Persönlichkeit, unser Verhältnis zu anderen Phänomenen des Lebens und unser Verhältnis zur Absoluten Unendlichen Realität, Gott.

 

2000 Jahre sind vergangen seit dem Hinübergehen des Gottmenschen, Joshua Immanuel des Christus, aber – wo ist er jetzt? »Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen«, denn Joshua Immanuel der Christus ist keine historische Person, die wie andere Große und Geliebte kam und dann hinüberging. Er ist die vollste und vollständigste Inkarnation der Logos Selbstheit. Er war, er ist und er wird immer sein, das Leben, das Licht aller Menschen, wie es der Evangelist Johannes geschrieben hat. 

 

Für uns ist also Joshua Immanuel der Christus keine historische Person, sondern – der Geliebte, der jetzt mit uns und in uns ist. Wir können uns selbst als logoische Wesen bezeichnen, denn er ist der Logos und er hat es in seinen Lehren bewiesen. Er sagte: »Ich bin du. Ich bin in dir und du bist in mir«. Ihr könnt diese Wahrheit in den Evangelien finden.

 

In einer seiner Unterweisungen, die er seinen Jüngern gab, bezeichnete er sich als König. Er sagte nicht »der Erde«, sondern – der König der Himmel. Er sagte: »Der König am Ende der Zeit«, der Zeit des Lebens der Menschen. Er versammelte in seinem logoischen Selbst die Persönlichkeiten von Leuten und sagte zu jenen, die sich als elend bezeichneten: »Kommt ihr Gesegneten, denn als ich hungrig war, habt ihr mir zu essen gegeben, als ich durstig war, habt ihr mir zu trinken gegeben und als ich nackt war, habt ihr mir etwas zum Anziehen gegeben, als ich im Gefängnis war…« (das bedeutet im materiellen Körper) »… habt ihr mich besucht. Kommt ins Königreich, ihr Gesegneten, das für euch bereitet wurde in alle Ewigkeit von meinem Vater.«

 

Und sie antworteten ihm: »Herr, wann sahen wir dich hungrig und gaben dir zu essen, oder durstig und gaben dir zu trinken, oder nackt und gaben dir etwas anzuziehen, oder im Gefängnis?« Er sagte: »Was ihr dem geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan«, denn – »Ich bin in ihnen und sie sind in mir, ich bin die logoische Selbstheit und jeder von euch, die geringsten meiner Brüder, ihr seid mein Selbst als die logoische Selbstheit.« Das ist klar.

 

Und dann sagte er zu den anderen, den Verfluchten (Er hatte sie zwar nicht verflucht, denn sie waren durch ihre eigenen Überzeugungen verflucht, indem sie sich in der Welt der Getrenntheit getrennt fühlten von allen anderen Menschen), er sagte zu ihnen: »Kommt ihr Verfluchten, als ich nackt war…«, (»Ich« bedeutet irgendein Mensch in ihrer Nähe) »… als ich hungrig war, habt ihr mir nichts zu essen gegeben, als ich durstig war, habt ihr mir nichts zu trinken gegeben, als ich nackt war, habt ihr mir nichts zum Anziehen gegeben…«, und so weiter. Sie sagten: »Oh Herr, wann sahen wir dich hungrig oder durstig oder nackt?« Er sagte: »Was ihr nicht getan habt einem dieser meiner geringsten Brüder, das habt ihr auch mir nicht getan,« denn – er ist in uns, als Gott, als Logos, und mit uns als Joshua Immanuel der Christus. Und er hat bewiesen, dass er in uns ist, in uns war (das Geist-Ego Selbst vor der Menschwerdung) und immer in uns sein wird. Und er ist jetzt mit uns in jedem Menschen.

 

Also haben wir ein zweifaches Selbst – ein Selbst, das sich zweifach ausdrückt: als menschliches Selbst und als göttliches wahres Selbst. Was ist nun der Unterschied? Gibt es zwei Selbst oder gibt es ein Selbst in doppeltem Ausdruck? Bestimmt gibt es keine zwei Selbst und viele machen den Fehler von einem »höheren Selbst«, von einem »inneren Selbst«, von einem »Überselbst« zu reden. Ich bin damit nicht einverstanden. Es gibt nur ein Selbst in doppeltem Ausdruck, dem menschlichen und dem göttlichen. Der göttliche Ausdruck ist Unendliche Realität, die sich selbst ausdrückt.

 

Dennoch gibt es einen Unterschied zwischen demjenigen, das sich Ausdruck verleiht und dem Ausdruck selbst. Ich werde es verdeutlichen. Als Menschen sind wir entweder männlich oder weiblich. Nun, in den Welten der Existenz (in der materiellen Welt, in den psychischen und noetischen Welten) drücken wir eine Selbst-Persönlichkeit aus, wobei wir den Fehler machen zu glauben, wir wären diese Form – die menschliche Form eines Mannes oder einer Frau. Wir sind als Menschen geboren. Wir beginnen zu wachsen und zu wachsen und beginnen eine Art von Persönlichkeit, eine Art Selbst, um den materiellen Körper herum zu entwickeln. Ein Name wird gegeben (denn alle Formen sollen, um zu existieren, benannt sein) und während wir als Person aufwachsen und die Qualitäten unserer anderen Körper ausdrücken (des psychischen Körpers als Emotionen, des noetischen Körpers als Gedanken, die üblicherweise durch den sehr schlechten Gebrauch von Geist-(Mind) Sklaven unserer Emotionen sind), werden wir zu dem Selbst eines »Ich bin Georg«, »Ich bin Alex«, »Ich bin Maria«, »Ich bin Helen«. Dieses »Ich bin« ist allen gemeinsam. Der Unterschied (als Geschlecht oder Persönlichkeit) ist der Name. Das »Ich bin« ist allen gemein.

 

Das ist unsere Existenz als Persönlichkeit, und während wir alle in der Welt der Veränderungen sind, verändern wir uns ständig, was dem Gesetz der Welten der Existenz entspricht. Wir verändern uns als Form in unserem materiellen Körper, indem wir wachsen, wachsen, wachsen… als Gefühle, immer in Veränderung durch die zunehmenden Erfahrungen. Auch die Persönlichkeit wächst, nicht nur der Körper.

 

Nun, wir haben jetzt also das sogenannte Selbst der zeitlichen Persönlichkeit definiert. Wie lange, glaubt ihr, wird diese eure Persönlichkeit, eines Mannes oder einer Frau, existieren? Ein paar Jahre, und dann wird der materielle Körper (wie wir sagen) sterben und ihr werdet hinübergehen, sogar als Persönlichkeit. Aber nun, was ist die Realität hinter allem? Was ist das Herz dieser Persönlichkeit? Denn wo es kein Herz gibt, kann es kein Leben geben. Die zeitliche Persönlichkeit kann nicht leben, es sei denn sie hat die wahre Selbstheit in sich. »Du nimmst den Geist hinfort, oh Herr, und alles ist vernichtet.« Es sind die Lieder des Alten Testamentes. Eine große Wahrheit.

 

Studieren wir wieder diese Art von Zeit-und-Ort-Raum Selbstheit: was können wir unter Verwendung von Geist-(Mind) kennen lernen? Unsere Emotionen und unsere Lebensart. Es ist was wir – den gegenwärtigen Moment – nennen. Aber was ist dieser gegenwärtige Moment, da zwei Minuten später, was nun Gegenwart ist, Vergangenheit sein wird und wir uns in was wir Zukunft nennen befinden werden? Also befinden wir uns in der Illusion der Zeit und sehen die immerwährende Gegenwart, das immerwährende Jetzt als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft, da – diese materielle Welt und die psychischen und noetischen Welten Illusionen hervorbringen. Zeit ist eine Illusion und ebenso unser gegenwärtiges Selbst. Ich würde es eigentlich eher einen realen Traum nennen. Obschon es ein Traum ist, betrachten wir es als Realität. Denkt darüber nach. Was gestern, oder in unserem bisherigen Leben, real, angenehm, eine Realität war, was ist es jetzt für uns, wenn wir es als Erinnerung in unser Bewusstsein rufen? Und was ist der Unterschied zwischen dem Formen dieser vergangenen Erfahrungen und Freuden als Erinnerung und dem Formen von zukünftigen Erfahrungen, sogenannten Tagträumen? Was ist der Unterschied?

 

Doch ihr werdet die Realität hinter allem finden, wenn ihr eintretet in was ich wahre Introspektion, nach innen Schauen, nenne. Ihr werdet die Realität in euch finden, wenn ihr, gemäß Joshua Immanuel dem Christus, in das Königreich der Himmel (das in euch ist) eintretet. Dann werdet ihr herausfinden, dass was jetzt für euch Realität ist, ein fortwährender Traum ist. Ein Träumen von »Ich bin Georg«, »Ich bin Alex«, »ich bin Helen«, »Ich bin Maria«. Ein »Ich bin« mit einem angefügten Namen, männlich oder weiblich. Aber was allen unseren Selbst (dem sterblichen Teil unserer Selbst) gemeinsam ist, ist das »Ich bin Ich«, die Ich-heit, die du in dir finden musst, als derzeitige Persönlichkeit, als Person jetzt. Das ist unsere wahre innere Natur.

 

Und dann, wenn du soweit bist und jemand fragt dich: »Wer bist du?« – egal ob du in einem männlichen oder weiblichen Körper bist – wirst du dieses Mal natürlich nicht mit »Ich bin Alex«, »Ich bin Helen« antworten. Du wirst verstehen und sagen: »Ich bin Ich«. Aber dieses »Ich« ist jetzt dein Geist-Seelen-Ego Selbst, unermesslich wie die Himmel in dir. Dann hast du deine wahre Natur gefunden.

 

Das war die Mission von Joshua Immanuel dem Christus, dem Gottmenschen: uns zu unserer wahren Natur, zum wahren Leben zurückzuführen. Ja, wir leben jetzt, aber unser Leben ist ein fortwährender Traum. Traum? Albtraum! Ja, meistens. Sogar jetzt, 2000 Jahre nach dem Hinübergehen der einzigen menschlichen Natur von Joshua dem Christus, sind wir immer noch in einer Welt der Verwirrung, in einer Welt des Leidens, des Schmerzes, des Ringens, des Kämpfens, des Tötens – obschon Christus immer mit uns und in uns ist. Warum? Dies ist der dritte Zweig unseres Studiums.

 

Wir erwähnten den ersten interessanten Studienzweig: den Ursprung und die Natur der uns umgebenden Phänomene des Lebens herauszufinden, indem wir den Geist-(Mind) verwenden (meditieren). Der zweite Zweig ist, die Realität unseres jetzigen Menschseins zu studieren. Als göttliche unsterbliche Geist-Ego-Seelen? Vorerst brauchen wir uns mit dieser Innenschau nicht zu befassen. Wir werden das herausfinden. Also haben wir auch den zweiten Zweig unserer Studien als Wahrheitssucher erwähnt. Was ist nun der dritte Studienzweig, der ebenso wichtig ist wie die vorangegangenen? Das ernsthafte Studieren der Natur unserer derzeitigen Persönlichkeit als Mensch. Ernsthaft und aufrichtig die Ursachen all dieser Verwirrung und des Elends in unserem Leben in der materiellen Welt zu studieren.

 

Ist das eine leichte Aufgabe, mit der wir uns befassen? Nein. Es ist keine einfache Sache, denn immer wieder werden wir als Hindernis auf unserem Weg das finden, was wir als unser derzeitiges Selbst erschaffen haben, einen Egoismus, einen persönlichen Egoismus, einen Teufel in unserer Persönlichkeit. Das ist die einzige Ursache der herrschenden Verwirrung und des Elends in der materiellen Welt, in den psychischen Welten und in den niederen noetischen Welten.

 

Also stehen wir nun einem Feind gegenüber. Einem Feind oder unserem Selbst? Nur einem Teil unseres Selbst, nicht unserem wahren Selbst. Ja, einem Teil unseres Schattens. Nun müsst ihr ernsthaft, wie ich vorher schon sagte, ernsthaft und aufrichtig, durch Introspektion, Meditation und scharfes Nachdenken den Unterschied herausfinden,– den Unterschied zwischen euch (eurem wahren Ego-Selbst) und eurem Egoismus (dem Ausdruck eurer derzeitigen Persönlichkeit).

 

Was werdet ihr herausfinden? Dass dieser Egoismus der derzeitigen Persönlichkeit die Summe der Elementale ist, die ihr (als derzeitiger Egoismus) hervorgerufen und erschaffen habt. Und dann werdet ihr herausfinden, dass – ihr nicht dieser Egoismus seid. Um zu dieser Einsicht zu gelangen, müsst ihr die Natur eures psychischen Körpers oder eures Unterbewusstseins studieren sowie die Natur der Elementale, die ihr erschaffen oder (von den bereits in der psychischen Atmosphäre existierenden) neu belebt habt, die ihr zusammengesetzt und zu einem Teil jenes Teiles eures Selbst (Egoismus genannt) gemacht habt, den ihr fälschlicherweise für euer Ich haltet. Es gibt keine Verbindung zwischen dem Ich (dem unsterblichen Ego-Geist Selbst) und dem derzeitigen Egoismus eurer Persönlichkeit.

 

Wie können wir das trennen? Ja, wenn ihr mit der Introspektion beginnt, werdet ihr die Natur der Wünsche, Begierden und Intentionen kennen lernen, die ihr für die euren haltet. Nein, es sind nicht eure Wünsche! Sie sind Ausdrücke des Egoismus eurer Persönlichkeit. Ihr müsst die Natur der Emotionen, die ihr für die euren haltet, studieren. Noch einmal – nein! Es sind nicht eure. Ihr werdet herausfinden, dass alle diese oftmals zügellosen Begierden und Emotionen das Werk des Persönlichkeitsegoismus sind, welcher euch und all jene um euch in Schmerz, Verwirrung und Leiden führt. Unglücklicherweise ist dies die gegenwärtige Situation – in der Welt, in den Familien, in den Gemeinschaften, in allen Nationen! In ihnen regiert ein Dämon namens menschlicher Egoismus, vielleicht – der schlimmste Teufel. Also müssen wir die Natur dieser Umstände studieren und uns von ihnen befreien. 

 

Nun, jeden Tag gibt es einen Dialog in uns, den man durch Aufmerksamkeit und Introspektion aufspüren kann. Ja, natürlich sprecht ihr mit euch selbst, aber wer spricht mit wem darüber, was gut und was böse ist? Wer ist es, der meditiert und die gegenwärtigen Lebensumstände studiert? Wer tut das? Ihr als eine Persönlichkeit natürlich. Ihr könnt die Persönlichkeit befreien und dahinter die wahre Persönlichkeit entdecken, die nicht der Egoismus, sondern – der Ausdruck eures wahren Egos – ist.

 

Es ist nicht unser Ziel, das, was ihr die Persönlichkeit (eure Persönlichkeit) nennt, auszulöschen und zu zerstören, sondern ihr sollt sie studieren und euer Verhalten ablehnen und es töten (»töten« oder »auslöschen« im übertragenen Sinn), um herauszufinden, wer ihr seid. Auf diesem Weg rettet ihr eure wahre Seele. Das ist es, was Joshua Immanuel der Christus sagte. Sie machten damals eine Verwechslung, indem sie die zeitliche Persönlichkeit als die sogenannte sündhafte Seele betrachteten, die ausgelöscht werden muss! Wir trennen die Persönlichkeit von der Seele. Joshua sagt: »Wer seine Seele hasst…«, sein Verhalten, seine Verhaltensweisen, was böse ist, »… wird seine Seele erhalten…«, seine wahre Selbstheit, »… und wer seine derzeitige Persönlichkeit des Bösen und des Egoismus liebt, verliert vorläufig sein wahres Selbst.« Das ist eine große Wahrheit.

 

Also, durch Beobachtung und Introspektion, vernünftiges Überlegen und das Überprüfen unseres Verhaltens, das Studium und Kennenlernen der Natur unserer Emotionen und Gedanken (Sklaven der Emotionen), können wir herausfinden, welches Selbst unser wahres Selbst ist, unsere wahre Persönlichkeit, und was der Teil ist, den wir Egoismus nennen, den wir zum Schweigen bringen oder auslöschen müssen.

 

Was werdet ihr dann herausfinden? Dass durch das zum Schweigen bringen des Egoismus (ihn auslöschen), wir nichts verlieren. Georg ist Georg und Maria ist Maria. Man hat einfach ausgetrieben, was man als quälendes, böses Verhalten betrachtet, indem man bestimmten Elementalen die Energie entzieht und sie ins Kosmische Bewusstsein sendet. Das ist die Hauptaufgabe eines Wahrheitssuchers (eines Mannes oder einer Frau): Suchen durch Beobachtung und Meditation, mit sich selbst aufrichtig sein, die Veränderungen sehen, die Natur der Wünsche studieren, der Emotionen, der Begierden, aller Gedanken und Gefühle und – Korrekturen machen.

 

Jemand fragt vielleicht: »Aber wie sollen wir diesen Egoismus finden?« Das ist sehr leicht! Wenn ihr diese Arbeit beginnt und einige Entscheidungen trefft (ihr als Ego-Selbst, als das wahre Selbst), wird sich der Egoismus euch als logisches Denken präsentieren (»euch« als Egoismus). Dann könnt ihr euch befreien und den Egoismus ertappen.

 

Zum Beispiel, jeden Tag (in Familienbeziehungen, in der Gemeinschaft, überall) passiert etwas: jemand kommt vielleicht und provoziert euch. Das ist etwas sehr Übliches. (Denkt daran, dass ihr beides mit euch trägt: euren Egoismus und eure Selbstheit.) Bei diesen Begebenheiten hört ihr vielleicht Wörter, die vom anderen besser nicht gesagt worden wären. Beleidigungen vielleicht, oder wie ihr vielleicht meint, ein Fehlverhalten eines Familien- oder Gemeindemitglieds. Obwohl ihr die Entscheidung getroffen habt, ruhig zu bleiben und die Dinge zu studieren, vergesst ihr euch in einem solchen Moment. Ihr revoltiert und beginnt mit dieser Person zu streiten. Später, wenn ihr alleine seid, bereut ihr es vielleicht, weil ihr euch gefragt habt: »Warum habe ich mich so verhalten? Warum hab ich das getan und das gesagt?« Das ist der Moment, den ihr nicht verpassen dürft, denn – euer Egoismus wird hervorkommen (ohne Verdacht zu schöpfen, was ihr tut): »Ja, natürlich, aber du musstest das tun. Der andere hat ja das und das gesagt und du hattest recht, so zu reagieren.« Das ist der Zeitpunkt, ihn zu schnappen. »Komm jetzt, du Hinterlistiger! Jetzt werde ich dich kriegen. Ich kenne dich!« Also, nachdem ihr aufrichtig mit euch selbst wart und diese Dinge und euer Verhalten studiert habt, ist es nicht schwierig, euren Egoismus zu ertappen und zu sagen: »Nein, das bin nicht ich.«

 

Fangt jetzt an, die Natur jenes Teiles eurer Persönlichkeit, der euer persönlicher Egoismus ist, kennen zu lernen und ihr werdet die Ursache finden. – Wofür? – Für alle Probleme, alles Leid, alle Kämpfe und Scheidungen, die die Menschen in die Verzweiflung treiben, und die nicht nur euch Schmerz zufügen, sondern allen in eurer Familie, in eurer Gemeinschaft – all jenen, die mit euch verbunden sind. Also, durch aufrichtiges Studieren werdet ihr die Ursache finden.

 

Natürlich werdet ihr durch das Studieren eurer wahren Natur zu der Einsicht gelangen, dass wir alle, die wir jetzt leben, ob Mann oder Frau, unter den selben Bedingungen leiden: wir sind Sklaven eines Teufels, menschlicher persönlicher Egoismus genannt.

 

Wir müssen ihn jetzt loswerden und beginnen, unser Leben (Tag und Nacht), bei allem, was uns begegnet, danach zu richten, dass wir nicht unserem persönlichen Egoismus gehorchen, sondern – unser Leben so gestalten, dass es mit den Prinzipien, Gesetzen und Tugenden und dem Willen Gottes übereinstimmt. 

 

Und noch etwas: ihr werdet zu der Einsicht gelangen, dass die Bürden aller Menschen als Laster und Sünden auch eure sind. Befreit euch von ihnen und ihr werdet auch die anderen von ihren Sünden befreien. Das ist es, was Joshua der Christus getan hat: Er nahm die Laster der Menschheit auf seine Schultern, das Kreuz der Menschheit.

 

Aber um zu dieser Einsicht zu gelangen, müsst ihr zuerst anerkennen (durch Studieren und durch Introspektion), dass jeder Mensch ein Kind Gottes ist, alle Mitmenschen genau wie ihr, und – ihr müsst sie lieben.

 

Niemand kann behaupten, er liebe Gott, wenn er nicht auch die anderen Menschen um ihn herum liebt. Was war die Anweisung von Joshua Immanuel dem Christus? »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst, nicht weniger.« Sie sind dein Selbst.

 

Also, früher oder später werden wir in die gemeinsame Selbstheit eingehen, in die logoische Selbstheit, und darin werden wir bestimmt herausfinden, dass jeder von uns, alle um uns ist. Solange wir unsere Aufmerksamkeit auf unsere Fingerspitzen gerichtet haben, fühlen wir sie getrennt von einander, aber wenn wir zur Handfläche kommen, erkennen wir, dass wir alle eins sind! Um zu der Einsicht dessen zu gelangen, was ich die gemeinsame logoische Selbstheit nenne, müssen wir hart arbeiten.

 

Was wird der Lohn dafür sein? Ihr werdet herausfinden, wer ihr seid und was ihr seid. Ihr werdet Meister der Geist-(Mind)-Materie. Ihr werdet Meister eurer Geist-(Mind)-Emotionen. Ihr werdet wissen, was sie sind. Ihr werdet fähig sein, sie zu verändern und neu zu formen. Dann werdet ihr Meister eures Geist-Vernunft-Denkens und den Gedanken nicht erlauben, Sklave eurer Emotionen zu werden. Ihr werdet Meister des Lebens – eures Schicksals. Dann werdet ihr das Leben schätzen. Ihr werdet wissen, was das Leben ist, die Manifestation des Absoluten Unendlichen Lebens in den Welten der Existenz, in den Welten der (unglücklichen) Getrenntheit. Das müssen wir herausfinden: dass die Welt der Getrenntheit eine Illusion ist. Was keine Illusion und eine wahre Realität ist, ist die Welt der Absoluten Seinsheit und Selbstheit, die Gott ist.

 

Wir werden unseren Platz in Gott finden. Wir werden das Königreich der Himmel in uns finden. In uns? Nicht nur als Geist-(Spirit)-Ego Wesen, sondern auch in uns als geläuterte derzeitige Persönlichkeit. Denn sogar unsere derzeitige Persönlichkeit ist Gott. Und wenn sich Joshua Immanuel der Christus an die Leute wandte (auch an die Pharisäer), wandte er sich nicht nur an ihre Geist-(Spirit)-Seelen Selbst – er wandte sich an die Menschen. Er sagte: »Alle von euch, ihr seid Götter, Söhne des Allmächtigen«. Erfasst diese Erkenntnis, um die große Wahrheit zu finden.

 

Noch etwas muss ich sagen.

 

Ich freue mich, die großartige Arbeit zu sehen, die wir weltweit als Suchende, als Wahrheitsforscher, mit der Gnade Gottes vollbracht haben. Aus dieser Sicht fühle ich mich sehr zufrieden, aber fürchterlich müde, denn schließlich bin ich ein Mensch und ich bin in sehr fortgeschrittenem Alter. Während vielen Jahren wurde ich immer mit dem gleichen Fehler konfrontiert, sowohl seitens der Leiter als auch der Mitglieder unserer geliebten Zirkel weltweit. Manche von diesen Leuten dachten, dass dadurch, dass sie an mich herantreten und wir miteinander plaudern, ich ihnen mehr Aufmerksamkeit schenke. Das ist ein großer Fehler. Meine Liebe ist für euch alle. Ich gebe niemandem mehr Liebe als dem anderen. Ich bestehe darauf, und ich sage: Ich gebe viel, viel Liebe, viel mehr als ihr euch vorstellen könnt.

 

Also, ein schlimmer Fehler eines Menschen, nicht nur eines Mitglieds unserer Zirkel, ist das Gefühl, nicht beachtet zu werden oder nicht genug Aufmerksamkeit zu bekommen. Das macht mir großen Kummer. Ich liebe euch alle gleichermaßen. Und jeder von euch, wenn er an seinen Bruder-Lehrer denkt, empfängt zehnfach seine Liebe. Seid euch dessen bewusst!

 

Also, jeder von euch muss bedenken, dass ich in all diesen Jahren, in denen gewisse Fragen gestellt wurden, die gleichen und die gleichen und die gleichen Dinge hunderte von Malen wiederholt habe. Nichts ist ermüdender für mich!

 

Nun, ich muss sagen, dass die meisten oder nahezu alle eure Fragen durch die Lehren, die ich bisher gab, beantwortet werden können – in Büchern, auf Kassetten, in privaten Gesprächen, in den gegebenen Anweisungen und in den Lektionen, die ich weiterhin geben werde. Also, studiert die Lehren, die theoretischen Lektionen. Ich habe viel, viel, viel mehr gegeben, als ihr denkt. Ihr müsst einfach studieren und zu euren eigenen Einsichten gelangen. Ihr könnt Geist-(Mind), das größte Geschenk Gottes an die Menschen, gebrauchen, wie ich ihn gebrauche. Ich will nicht behaupten und sagen, dass ich besser denke als ihr, wenn ihr zu denken versucht. Also, ihr müsst selber denken und dann werdet ihr daraus Nutzen ziehen. Verwendet euren Geist-(Mind), um zu eurer Einsicht zu gelangen.

 

Die Prinzipien unserer Forschung und unseres Studiums sind bereits gegeben worden und werden auch in Zukunft gegeben und wiederholt werden. Ihr könnt sie finden, ich wiederhole, in Büchern, auf Kassetten, in den Lektionen, die ich gegeben habe. Also bitte, beschäftigt euch ein bisschen damit. Was ihr wirklich braucht ist nicht so sehr Theorie, denn ihr habt bis jetzt schon zu viel Theorie gehabt. Was ihr braucht – nicht nur ihr, ich spreche von den hunderttausenden von Wahrheitsforschern, alles was ihr braucht, ist zu üben, die Lehren zu einem Teil eures Lebens zu machen und euch damit eingehend zu beschäftigen, täglich, mit der richtigen Meditation, mit dem Lernen der Konzentration, der Beobachtung und der Introspektion. Das sind die goldenen Schlüssel, die die Tore zum Königreich der Himmel in euch öffnen. Ihr müsst arbeiten; ihr müsst eure eigenen Kräfte gebrauchen. Alles andere, Bücher und Bruder-Lehrer zeigen euch den Weg und helfen euch, aber – ihr müsst euch selbst die Mühe geben, die Wahrheit zu finden und die Wahrheit über das Leben erkennen. Also müsst ihr arbeiten.

 

Etwas, das ich bei vielen Brüdern und Schwestern in der ganzen Welt gesehen habe. Jeder von euch, Mann oder Frau, befindet sich in einer Gesellschaft, an einem Platz, an den das Schicksal euch gestellt hat, um eure nächste Lektion zu lernen. Nichts ist zufällig, wir sind alle in der Absoluten Unendlichen Intelligenz. Also, ich ersuche alle Wahrheitsforscher, ihre Unzufriedenheit zu vertreiben. Es ist eine Beleidigung Gottes! Ihr solltet mit dem, was ihr jetzt habt, zufrieden sein. Was auch immer ihr jetzt habt – es ist bestimmt etwas dabei, das euch Freude bereiten kann. Ich meine natürlich nicht, dass ihr nicht über Verbesserungen in eurem Leben nachdenken sollt. Nein, das meine ich nicht. Bittet Gott, sie euch zu gewähren. Verwendet den Geist-(Mind) nüchtern und die Dinge werden sich für euch zum Guten verändern. Sich nur zu beklagen und die derzeitigen Umstände wegzustoßen, um eine Art esoterischen Lebens und esoterischer Arbeit zu beginnen, ist unklug.

 

Also, akzeptiert die momentanen Umstände und bittet den Vater um die Mittel, sie zum Besseren zu wenden. Ihr habt viel, viel Zeit, um euch mit den esoterischen Lehren zu beschäftigen.

 

Nun, wenn ihr aufrichtig mit euch selbst seid und euer Leben, euer alltägliches Leben, betrachtet, müsst ihr zu der Einsicht gelangen, dass ihr viele, viele Stunden verschwendet, die ihr besser gebrauchen könntet. Viele Stunden werden mit Tratsch verschwendet, ihr widmet diesem oder jenem eure Aufmerksamkeit. Haltet an euren Pflichten in der Familie, in eurem Beruf, in eurer Arbeit fest, und setzt euren Geist-(Mind) für Veränderungen zum Besseren ein. Ein paar Stunden Freizeit stehen allemal für Vergnügen und Studium zur Verfügung. Jeder Moment in eurem Leben, im alltäglichen Leben, muss ein Moment der Beobachtung sein. Alles in eurem Leben, in eurem Familienleben, in eurem Beruf, gibt euch die Gelegenheit, den Geist-(Mind) vernünftig zu gebrauchen. Also gibt es keine Umstände, die günstiger wären als andere. Oder besser gesagt, man kann unter allen Umständen den Geist-(Mind) viel, viel besser gebrauchen und zu besseren Einsichten gelangen. Was ich nahe lege ist, den Geist-(Mind) ständig als vernünftiges Denken zu gebrauchen. Ihr habt genug Zeit für Meditation, Beobachtung, Konzentration und Introspektion.

 

Nun, Meditation: Ich weiß nicht, was andere Systeme aus dem Osten empfehlen; oft ist es eine Zeitverschwendung ohne gute Resultate. Ihr müsst nicht länger als eine Viertelstunde täglich meditieren. Das ist genug, aber in dieser Viertelstunde meditiert auch. Konzentriert euch und macht einfach die Arbeit. Ich hatte einige Leute, die einer bestimmten Art von Yoga folgten: »Oh, ich hab so viele Stunden meditiert und dies und das…« Und was war das Resultat? Sie haben ihr Nervensystem zum Zusammenbruch gebracht. Und am Ende? Am Ende haben sie alles aufgegeben! Das ist das Ergebnis von zu vielen Stunden dieser Art von Studium. Also, eine Viertelstunde ernsthaftes Studieren der esoterischen Lehren und den ganzen Tag hindurch den Geist-(Mind) in Form von Beobachtung und richtigem Denken zu gebrauchen, ist gut für den Fortschritt eines jeden.

 

Introspektion. Am Abend die Übung der Introspektion zu machen (ich hab sie oftmals erklärt), wird nicht länger als 10 bis 15 Minuten dauern und der Schlaf wird zu euch kommen. Ruft euch ein Ereignis dieses Tages ins Gedächtnis und beginnt, es nun als dritte Person zu sehen. Seht die gesamte Szene und studiert sie, studiert die Umstände, was werdet ihr herausfinden? Dass ihr vielleicht etwas gesagt habt, das ihr besser nicht hättet sagen sollen. Vielleicht findet ihr nun heraus, dass es besser gewesen wäre, es nicht zu sagen. Verwendet nun die Fragen: »Was habe ich gesagt, das ich nicht hätte sagen sollen?« und »Was hab ich nicht gesagt, das ich hätte sagen sollen? Was habe ich getan, das ich nicht hätte tun sollen und nun bereue? Was habe ich nicht getan, das ich hätte tun sollen?« Der Zweck dieser Selbsterforschung ist nicht, euch selbst oder andere zu tadeln (oder zu loben!), sondern einfach, euer Tun aus der Sicht eines unbeteiligten Betrachters zu studieren.

 

Indem ihr dies vor euch habt und die Umstände und die vergangenen Ereignisse studiert, werdet ihr als das wahre Selbst zu eurer Einsicht gelangen. Ich sage euch – der Egoismus wird sich zeigen. Schnappt ihn! »Nein, ich entscheide, nicht du!« Das meine ich mit »Aufrichtigkeit mit euch selbst«.

 

Also, indem ihr aufrichtig mit euch selbst seid, könnt ihr langsam, langsam den Egoismus der derzeitigen Persönlichkeit eliminieren, bis ihr ihn vollständig auslöscht; und das bedeutet – bestimmten Elementalen die Energie zu entziehen, sie ins Kosmische Bewusstsein zu schicken und euch von ihnen zu befreien.

 

Das sind die Hauptaufgaben eines jeden Bruders und einer jeden Schwester in unserer großen Familie der Wahrheitsforscher.

 

Nun habe ich euch einige Anweisungen gegeben. Wenn ihr eure Augen schließt, während ihr meditiert, und euch diese Lehren vergegenwärtigt (nicht notwendigerweise mein Gesicht oder meine Person), werden euch die euch betreuenden Intelligenzen helfen, ich versichere euch das. Ihr seid umgeben von großen Intelligenzen, die bereit sind, euch zu helfen, sobald ihr aufrichtig mit euch selbst seid und euch helfen wollt. Unsere große Familie der Wahrheitsforscher, das versichere ich euch, wird gut begleitet von großen Intelligenzen. Vertraut auf ihre Liebe und ihre Aufmerksamkeit für euch.

 

Wir werden jetzt eine Meditation machen, die Joshua Immanuel der Christus, unser Herr, seinen 70 Jüngern gab (in der Essener Synagoge, in der Essener Bruderschaft), um sie auszubilden, bevor er sie als Heiler und Lehrer in die Welt aussandte.

 

Entspannt euch vollkommen. Fühlt euch in euren menschlichen Körpern und hört Joshua Immanuel den Christus, der sich als Mensch vollkommen auf sein göttliches Selbst, den Logos, einstimmt und im perfekter Einssein mit dem Logos seine Arme ausbreitet und sagt: »Hört mir zu, ihr alle, meine Kinder. Ich bin in euch, ich bin Gott in euch, Gott euer wahres Selbst und ihr seid immer in mir, als Götter. Und ich bin auch bei euch Menschen, als ein liebender Vater. Jeder Atemzug, mit dem ihr das Leben eures materiellen Körpers verlängert, ist ein väterlicher Kuss von mir für euch, meine Geliebten. Ich werde zu euch nicht in Worten irgendeiner Sprache sprechen, sondern in Taten, in meinem Ausdruck, als die Wärme, die eure Körper am Leben erhält. Ich bin in euch als die Brise, die frische Luft, die eure Gesichter liebkost. Wenn ihr beobachtet, bin ich in euren Augen und bringe euch die Freude über meine Werke, die Phänomene des Lebens überall um euch herum. Ich bin die Sicht in euch. Ich erschaffe immerzu die Geist-Materie für euch, um euren materiellen Körper am Leben zu erhalten. Ich bin das lebendige Brot des Lebens. Ich bin das lebendige Wasser in euch, das ihr trinken und niemals mehr dürsten werdet. Ich bin die Lebenskraft überall in der Welt. Ihr seid in meiner Allgegenwart, ohne es zu wissen. Ich bin die Stimme in eurem Geist, die euch nicht tadelt, sondern aufweckt, wenn ihr etwas tut, das nicht richtig ist. Ich bin Liebe in eurem Herzen. Vertreibt aus euren Herzen alle bösen Gefühle, Gedanken und Gefühle der Feindschaft, der Grausamkeit … Ich bin das Leben in euch. Genießt dieses Leben. Ihr seid meine Kinder, mein Selbst. Ich liebe euch. Liebt all meine Ausdrucksformen, liebt alle Menschen um euch herum wie euer eigenes Selbst.

 

Nun stellt euch die Frage: »Was bin ich, als ein selbst-bewusstes Wesen, das in diesem, meinem materiellen Körper lebt, den der Logos und der heilige Geist für mich geschaffen haben, um darin zu leben, und an dem sie und die heiligen Erzengel unaufhörlich arbeiten, um ihn bei guter Gesundheit zu halten, für mich, damit ich in ihm leben kann. Ich bin ein lebendes Wesen im Absoluten Unendlichen Leben, in der Seinsheit, in der Realität, in Gott. Das gilt auch für alle meine Brüder und Schwestern, die Menschen, die atmen und leben, sich des Lebens erfreuen, sich der großartigen Geschenke unseres himmlischen Vaters, Gottes, erfreuen.

 

»Unser tägliches Brot gib uns heute«, das bedeutet: lass uns dieses himmlische Brot erkennen, welches der Geist-(Mind) ist.

 

»Wer bin ich, der ich in diesem materiellen Körper lebe? Bin ich der materielle Körper, der sich ständig verändernde materielle Körper? Bin ich meine Gefühle, meine Begierden, meine Absichten? Nein. Bin ich meine Gedanken, die sich ständig den Umständen entsprechend verändern? Nein. Was bin ich? Was bin ich als ein selbst-bewusstes Wesen? Abgesehen vom menschlichen Wesen, das ich bin, was bin ich als Selbst, als Leben?« – das sind Synonyme.

 

Eines Tages werdet ihr erwachen und die Antwort kennen.

 

Jawohl.