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Was ist Gott? – Was ist nicht Gott?
Vortrag von Daskalos vom 29. Dezember 1977
Gott ist nicht das, was die Menschen unter
Gott verstehen. Wenn die Menschen das Wort „Gott“ verwenden, reduzieren sie die
Absolute Seinsheit auf ein Minimum und werten sie nach menschlichen Kriterien.
Der Mensch hat viele Götter erschaffen. Die alten Griechen und die Ägypter
nannten sie Halbgötter. Sie hatten ganz einfach Elementale erschaffen.
Was sind Elementale? Innerhalb der
Universen gibt es Geist-Mind. Geist-Mind ist nicht Gott. Es ist das Mittel,
durch welches sich Gott, die Absolute Seinsheit, Ausdruck verleiht, entweder als
Christus Logos oder als Heiliger Geist. Die Absolute Seinsheit drückt sich auch
auf manch andere Weise aus, aber wir Menschen können nur diese zwei verstehen.
Wie die Erzengel den Ausdruck Gottes verstehen, können wir nicht wissen. Wir
kennen nur zwei Qualitäten von Gott, die logoische und die heilig-geistige. Wir
glauben an EINEN Gott – den Sohn und den Heiligen Geist.
Was ist Gott? – Was ist nicht Gott? Gott
ist Absolutes Sein. Denke nicht, dass du Es verstehen kannst. Das ist nicht
möglich. Wenn du versuchst das Licht zu erkennen, indem du mit deinen
materiellen Augen in die Sonne schaust, wirst du blind. Genau so verhält es
sich, wenn du mit deinem materiellen Gehirn begreifen möchtest, was Gott ist.
Wir können Gott in seinem Ausdruck beobachten und durch seine Ausdrücke können
wir bis zu einem gewissen Grade erkennen, was Gott ist.
Ich gebe euch ein Beispiel. Das Licht ist
nicht sichtbar. Die Vibrationen, die wir Licht nennen, sind nicht sichtbar. Aber
seine Strahlen haben die Fähigkeit auf eine Oberfläche zu treffen, sie zu
beleuchten und widerzuspiegeln, wodurch im menschlichen Auge ein Bild
präsentiert wird. Das Licht an sich ist nicht sichtbar. Wenn du in den Himmel
schaust, dann wirst du viele Sterne sehen. Viele dieser Sterne erstrahlen in
ihrem eigenen Licht, andere reflektieren Licht. Wir können das Licht bestimmt
nicht sehen. Um das Licht im Raum wahrnehmen zu können, muss es einen
sogenannten himmlischen Körper treffen, der das Licht reflektiert. Nun kannst du
diesen Stern sehen. Nun kannst du das Licht sehen. Bevor das Licht, welches von
der Sonne strahlt, diesen Stern erreicht, ist das Licht nicht sichtbar. Sobald
es aber die Oberfläche des Sterns trifft, wird es sichtbar. Genauso ist Gott nur
sehr schwer fassbar innerhalb des Unendlichen, innerhalb der Universen. Erst
wenn ER ein materiell existierendes menschliches Wesen erreicht, wird ER durch
diesen Menschen ausgedrückt als Intellekt und Selbstgewahrsein.
Was verstehen wir unter Selbstgewahrsein
und Intellekt? Können wir zum Beispiel sagen, dass das Licht, welches von einem
materiellen Objekt reflektiert wird, das wahre Licht ist? Ist die Qualität des
Lichts, der Vibrationen, welche das Objekt berühren, dieselbe wie jene, der
Vibrationen, die zu uns zurückkommen, nachdem sie das materielle Objekt
getroffen haben? Natürlich nicht.
Unsichtbares Licht trifft eine Oberfläche
und wird von dieser Oberfläche reflektiert. Dieses reflektierte Licht kommt
unsichtbar wieder zurück und erreicht das menschliche Auge. So wird die Stelle
jenes materiellen Objekts, die vom Licht reflektiert wurde, sichtbar. Auf diese
Weise erreicht es unseren Intellekt und wir wissen, dass es Licht ist.
Genauso verhält es sich, wenn Gott, die
Absolute Seinsheit, in seiner Vielfalt aus seiner Absoluten Quelle (der
göttlichen Heiligen Monade) ausstrahlt, um sich selbst in den Universen
auszudrücken. Er ist unfassbar und unsichtbar, wenigstens für das menschliche
Gehirn.
Wenn wir die höhere noetische Welt
erreichen, können wir mehr erkennen. Nicht durch den Intellekt, aber durch
Assimilation und Ekstase. Die Absolute Seinsheit strahlt unfassbaren Geist
innerhalb der Universen aus. Der Geist „bläst seinen Atem“ entsprechend seinem
Willen. Wenn der Geist auf Licht trifft, begegnet er der Idee des Menschen. Was
heisst das, „es begegnet“? Das heisst, dass im göttlichen Plan ein Punkt
innerhalb der Universen existiert, die Idee des Menschen. So gesehen
repräsentiert das Licht für uns, die Idee des Menschen. Von diesem Punkt
ausgehend, fährt der Strahl des Geistes fort, Mensch zu werden, ein materielles
menschliches Wesen. Immer noch unsichtbar und unfassbar.
Sag mir, wie viele von uns kennen als ein
Selbstgewahrsein ihr Selbst als Seelen-Selbstgewahrsein, bevor sie diesen Punkt
erreicht haben? Weiss der Durchschnitts-mensch, was die Seele ist? Was ist Gott?
Was ist Gott – unser wahres Selbst? Das Seelen-Selbstgewahrsein steigt herab und
kleidet sich mit Materie, psychischer Materie, noetischer Materie, höher
noetische Substanz und Super-Substanz. Alle diese “Kleider” sind Materie.
Was ist Materie? Wir können nicht sagen,
dass wir nicht wissen, was Materie ist. Wie ist es naturwissenschaftlich?
Naturwissenschaftlich existiert Materie nicht. Wir kennen sie als kondensierte
Energie. Ich muss zugeben, dass dieser Stuhl, dieser Tisch und dieses
menschliche Wesen existieren. Ich kann sie berühren. Ich kenne sie. Sie bestehen
aus Materie, in festem, in flüssigem oder gasförmigem Zustand.
Damit wir erkennen und wahrnehmen können,
was Materie ist, müssen wir etwas benutzen, das mit derselben Frequenz vibriert.
Anders können wir es nicht wahrnehmen. Das trifft zu, wenn wir unsere
materiellen Hände benutzen, unsere Augen, unser Gehirn und unsere fünf Sinne.
Wir berühren diesen Tisch und wir wissen, dass er existiert. Nehmen wir an,
dieser Tisch vibriert im Bereich von eins bis zehn. Ebenso vibriert unsere Hand
im Bereich von eins bis zehn. Dadurch wird unsere Hand ihn als etwas Festes
wahrnehmen, denn unsere Hand und der Tisch vibrieren im selben Frequenzbereich.
Würde unsere Hand nicht im gleichen Bereich der Vibration vibrieren, z.B. unsere
ätherische Hand, mit der wir den empfindungsgebenden und den kinetischen Äther
fühlen und gebrauchen können, würde sie durch den Tisch hindurchgehen. Der Tisch
ist für unsere ätherische Hand kein Hindernis, denn sie vibriert in einem
Bereich von zehn bis zwanzig. Das gleiche gilt für unsere psychische Hand.
Wir nehmen die materielle Welt um uns herum
über die fünf Sinne wahr. Das ist die Art und Weise, wie wir sie wahrnehmen. Die
fünf Sinne in einem materiellen Körper vibrieren im gleichen Bereich wie die
grobstoffliche Welt. Wir haben aber nicht nur einen materiellen Körper. Wir
haben weitere Körper: den sogenannten psychischen Körper, den noetischen Körper
und den höher-noetischen Körper.
Der Durchschnittsmensch hat als Zentrum
seines selbstgewahren Selbst nur seine fünf Sinne, seinen materiellen Körper,
sein Geschlecht, seinen Magen und sein materielles Gehirn. Dadurch hat er eine
beschränkte Wahrnehmung der Dinge um ihn herum. Er kann nur die Vibrationen im
Bereich von eins bis zehn wahrnehmen, welche dem grobstofflichen Körper
entsprechen. Übertragen wir das Selbstgewahrsein und Bewusstsein in einen
Bereich von zehn bis zwanzig, dann werden wir die Vibrationen einer anderen Welt
wahrnehmen. Diese ist sehr verschieden von der materiellen Welt. Wir nennen dies
die psychische Welt.
Was sind die psychischen Welten?
Existieren dort Berge und Häuser? Ja, alles existiert dort. Nur können wir es
nicht wahrnehmen, denn wir vibrieren nicht im gleichen Vibrationsbereich dieser
Welten. Wenn wir unser Selbstgewahrsein und Bewusstsein in diese
Frequenz-Vibration übertragen, wird die psychische Welt die wahre Welt für uns
sein und nicht die materielle Welt. Die materielle Welt verschwindet dann für
uns.
In dem niederen Vibrationsbereich von eins
bis zehn, nehmen wir die materielle Welt wahr. Im Bereich von zehn bis zwanzig
nehmen wir die psychische Welt wahr. In welcher Beziehung steht die psychischen
Welt zur der materiellen Welt? In der materiellen Welt können wir nur einige
tausend Quadratkilometer der Erdoberfläche wahrnehmen und nicht mehr. Die
verbleibenden zwei Drittel der Oberfläche bestehen aus Wasser. Was können wir
mit unserem materiellen Körper wahrnehmen? Sehr wenig. Seen, Berge, Städte,
Wolken, physische Bedingungen. Einiges ist von den Menschen erschaffen worden,
anderes nicht.
Die psychische Welt ist viel grösser. Sie
enthält sieben Ebenen. Jede Ebene hat sieben Unterebenen, zusammen sind es 49
Ebenen. Ihr fragt euch wie gross sie sind?
Die ganze materielle Welt ist wie ein
kleiner Fleck in einer der Unterebenen der psychischen Welt. Sind diese Welten
bewohnt? Ja, bestimmt, mit Wesenheiten,
Intelligenzen, die höher sind als die Menschen. Die
materielle Ebene, mit ihrer niederen Schwingungsfrequenz stumpft den
menschlichen Verstand ab.
Wir haben als nächstes die noetischen
Welten. Auch sie haben sieben Ebenen, welche in sieben Unterebenen unterteilt
sind, zusammen 49 Ebenen. Diese Welten sind noch grösser, reicher und
leuchtender.
Wie wir schon sagten, kann das Licht nur
wahrgenommen werden, wenn es auf einen Punkt trifft. Wenn wir als
Selbstgewahrsein nicht das höher-noetische Licht erreichen, das noetische Licht
und das psychische Licht, dann können wir auch nichts Psychisches erkennen.
Der Mensch ist ein Selbstgewahrsein. Diese
sogenannte selbstgewahre Existenz innerhalb des grobstofflichen Körpers, z.B.
als Georg, ist sehr eingeschränkt und kann nur die Vibrationen in der
dreidimensionalen Welt wahrnehmen.
Was ist die dreidimensionale Welt? Es ist
die Welt, die uns das Feste, das Dichte, das Gewicht und die Ausdehnung
vermittelt. Es ist Gesetz in der dreidimensionalen Welt, dass keine zwei
Gegenstände der gleichen Dichte oder Frequenz den gleichen Raum einnehmen
können. Das ist Gesetz in der grobstofflichen Welt.
Die Gesetze der Ebenen und Unterebenen der
psychischen und der noetischen Welten sind sehr unterschiedlich. Tausende
Objekte können den gleichen Raum einnehmen, ohne sich gegenseitig zu behindern.
Es ist eine Frage der Koordination und der Vibration – nichts anderes. Wir
erfahren etwas ähnliches in der materiellen Welt. Wir haben zum Beispiel in
diesem Raum die Signale von verschiedenen Nachrichtenstationen. Aber können wir
sie hören? Nein. Wenn wir einen Radioempfänger hätten, der auf die Frequenz
einer der verschiedenen Stationen eingestimmt wäre, könnten wir Musik hören.
Durch die Koordination wird etwas zur erfahrbaren Wahrheit, die vorher für uns
nicht existiert hatte. Wir müssen verstehen, dass auch in der materiellen Welt
Raum kein Hindernis für Objekte oder Dinge ist, wenn es sich um Dinge einer
höheren Dimension als der dreidimensionalen Welt handelt, z.B. ätherische
Vibrationen der Radio- oder der TV-Signale.
Durch die wissenschaftliche Forschung
können wir viele Dinge verstehen. Die sogenannte Wirklichkeit, die uns über die
fünf Sinne vermittelt wird, ist nur ein kleiner Teil der Wirklichkeit.
Fragen wir uns, wo sind die Welten und
Umgebungen der psychischen Ebenen und Unterebenen. Sie sind alle hier, die
Höllen und die Paradiese. Es ist eine Frage der Koordination und nichts anderes.
Die vierte Dimension ist frei vom Einfluss von Raum und Ort. Einstein begann
davon zu erzählen, aber er hörte damit auf. Unerschrocken fahren wir fort und
sagen, dass Raum und Ort in der vierdimensionalen Welt nicht die gleiche
Bedeutung hat wie in der materiellen Welt. Verschiedene Experimente der
Telepathie bestätigen, dass Raum nicht der Bedeutung entspricht, die man ihm
normalerweise zuordnet.
Wahrheitsforscher untersuchen, was das
Licht in der materiellen Ebene ist, wie es sich verbreitet, wie es beeinflusst
und was es bewirkt.
Betrachten wir das materielle Licht. Wir
sagten, dass es sein Licht auf eine Oberfläche wirft. Es wird widergespiegelt
und kehrt, als Form oder Bild, zu unseren Augen zurück. Dieses Bild erzeugt
einen Reiz im dunklen Teil unseres materiellen Gehirns und das „ICH“, dieser
mysteriöse Wesensaspekt, den wir später studieren und erforschen werden,
interpretiert diese Vibrationen.
Dementsprechend sagen wir, dass wir einen
Baum sehen. Nehmen wir an, wir stehen weit von einem Baum entfernt. Können wir
aus dieser Distanz den Baum und die Vögel in ihm sehen? – Nein. Warum nicht? –
Die Lichtstrahlen kehren zu uns zurück und kommen dabei so nahe aneinander, dass
sich das Bild der Oberfläche, die widerspiegelt wird, verschlechtert und
auflöst.
Nehmen wir an, wir gehen nun siebenmal
näher an diesen Baum heran, dann können wir die Vögel sehen. Ist das auch so,
wenn wir uns nicht von unserem Platz weg bewegen und nur ein Fernrohr benutzen?
Was bedeutet das? Es bedeutet, dass das Fernrohr Vibrationen öffnet und sammelt
(Strahlen des Lichts breiten sich aus und vergrössern das Bild). Durch das
Fernrohr wird uns das Licht so widergegeben, als würden wir nun siebenmal näher
beim Baum stehen. Wir können nun alles sehen. Frage ich euch nun: „Seht ihr die
Vögel?“, so werdet ihr mir antworten: „Ja!“. Seid ihr näher gekommen, dass ihr
sie jetzt seht? Nein, aber ihr könnt sie nun sehen. Hätte ich euch das Fernrohr
nicht gegeben, wäre es euch möglich gewesen, die Vögel zu sehen? Wüsstet ihr
überhaupt von deren Existenz? – Nein, natürlich nicht.
Studieren wir das materielle Licht, so
erhalten und sehen wir die Eindrücke die, es uns überträgt und wir analysieren
diese Eindrücke. Studieren wir das Licht sehr achtsam, werden wir entdecken,
dass es Kräfte hat, die wir uns zu Eigen machen können. Wie können wir sie uns
aneignen, ohne das Licht untersucht zu haben. Wir müssen erkennen, dass
wir nur Meister werden, wenn wir etwas erforscht haben.
Die Auffassung von Raum ist anders in der
psychischen Welt. Wenn wir nicht unser Selbstgewahrsein, durch Exosomatose, in
unseren sogenannten psychischen Körper versetzen und die psychische Welt damit
besuchen, wie wollen wir wissen, was die psychische Welt ist?
Auf die gleiche Art und Weise wie wir die
materielle Welt sehen, können wir die psychische Welt sehen. Genau so, wie in
der materiellen Welt Gesetze herrschen, so herrschen Gesetze in den psychischen
und den noetischen Welten. Diese Welten sind nicht ausser Kontrolle; sie stehen
unter der göttlichen All-Weisheit und Allmacht, denn es gibt unveränderliche
Gesetze.
Langsam nähern wir uns dem Begriff Gott.
Gott, den wir mit unserem Intellekt begreifen können, unterscheidet sich von dem
Gott, an den viele Menschen glauben: – diesem alten Mann, mit weissem Bart, der
uns verurteilt und bestraft.
Wie ich schon sagte: Die Menschen haben in
Zeit, Raum und Ort viele Götter erschaffen – Elementale, Gedankenprojektionen
der Menschen. Wenn sich viele Menschen in ihren Gedankenprojektionen auf den
gleichen Punkt konzentrieren, wird tatsächlich eine Kraft erschaffen.
Was ist unser Beweggrund, nach der Wahrheit
zu forschen? Ist es ein Zeitvertreib? – Nein, wir müssen forschen, wir müssen
die Welten erkennen, die verschieden Dimensionen und alle Universen. Christus
sagte: „Seid vollkommen, wie euer Vater in den Himmeln vollkommen ist“ (Matt:
5:48). Dies ist eine überzeugende Anregung, um nicht zu sagen ein Gebot.
Christus sagte auch: „Gott ist Geist, und die ihn anbeten, die müssen ihn im
Geiste und in der Wahrheit anbeten“ (Joh: 4:24). Gott ist Geist, und jene,
die ihn kennen, nähern sich ihm im Geiste und in der Wahrheit. Nachfolgen heisst
– ihm entgegen gehen.
Wir werden Gott nicht auf einem Stück Holz
finden. Natürlich können wir eine Ikone oder ein Götterbild mit Magnetismus
behandeln und füllen; wir haben das untersucht, das alles dient lediglich den
Menschen. In Wirklichkeit ist Gott Geist und nur im Geiste und in der Wahrheit
können wir uns ihm nähern.
Was ist Gott nicht? Gott ist nicht, was die
Menschen denken, dass er sei: ein Götterbild, eine Ikone oder ein Elemental, das
Phänomene bewirkt. Natürlich können Phänomene geschehen. Aber was sind sie? Sie
sind das Resultat von Hingabe und von Konzentration vieler Menschen auf eine
bestimmte Form, einen Gedanken und so erhält diese Idee Existenz. Dies geschieht
jedoch automatisch und diese Menschen wissen nicht, wie es geschehen ist, wie
sie es erreicht haben und wie es ihnen dienen könnte. Die Elementale können böse
sein, destruktiv, oder können gut und nützlich sein, aber sie sind nicht
Gott.
Können wir sagen, dass der Mensch Götter
erschaffen hat? Sagt mir nicht, dass es Gott war, der sie erschaffen hat, denn
diese Aussage würde das Konzept der Absoluten Seinsheit schmälern. Gott hat uns
nicht erschaffen – Wir sind keine Schöpfung. Wir sind ER. Wir sind seine
Ausdehnung und ER erschuf Georg und Maria, die Persönlichkeit, den materiellen,
psychischen und noetischen Körper.
Georg und Maria bewegen sich innerhalb
dieses materiellen Körpers. Nach einer gewissen Anzahl von Stunden fühlt sich
der materielle Körper müde und schläft ein, meistens in einen traumlosen Schlaf.
Träume existieren nicht. Während wir schlafen, sind wir ganz einfach in die
psychische Welt eingetreten, ohne dass wir es bemerkt haben. Weil die Menschen
nicht fähig sind diese Dinge zu unterscheiden, verwerfen sie dies alles und
nehmen an, dass diese Welten nicht real sind.
Kommen wir zu Georg und Maria. Es sind
Wesenheiten, die Eindrücke erhalten – die meiste Zeit geschieht dies
unterbewusst. Aber selbst, wenn die Eindrücke bewusst empfangen werden, wie
viele von ihnen können mit den fünf Sinnen nicht wahrgenommen werden? Wenn wir
unsere Übungen machen, werden wir erkennen, dass wir mehr und mehr wahrnehmen
können, mehr Eindrücke und Erfahrungen.
Wir werden erkennen, dass wir in der
materiellen Welt mechanisch leben. Wir erhalten einen Zehntel der Eindrücke
dieser Welt und wir sagen, dass wir leben. Christus nannte uns die „Toten“.
„Lasst die Toten ihre Toten begraben“. Leben heisst intensive Wahrnehmung und
Wissen um die Wirklichkeit.
Selbstverständlich können wir von den
Wahrheitsforschern nicht verlangen, dass sie ihr Bewusstsein ausdehnen, oder
dass sie Exosomatose machen und bewusst in der psychischen Welt leben, denn sie
leben noch nicht einmal bewusst in der materiellen Welt. Sie leben genauso
armselig in der materiellen Welt, wie alle andern Menschen.
Nehmen wir folgendes Beispiel: Du kommst
mit mir auf einen Spaziergang. Wir begegnen vielen Menschen, Läden, Bäumen, etc.
und du wirst viele Formen und Bilder sehen. Bilder, die durch das Licht dein
optisches Feld erreichen und dein materielles Gehirn stimulieren. Am Ende des
Spaziergangs werde ich dich fragen: Was hast du gesehen? Glaubst du, dass es dir
möglich sein wird, auch nur ein Hundertstel der erhaltenen Eindrücke
widerzugeben? Du wirst einige der Dinge erwähnen, jene die deine Aufmerksamkeit
auf sich gezogen haben. Du hast aber viel mehr gesehen. Du hast tausende von
Vibrationen empfangen, welche alle in deinem Unterbewusstsein eingeprägt sind.
Alles was du siehst, sogar das, was du unterbewusst gesehen hast, ist in deinem
Bewusstsein eingeprägt.
Durch welche Mittel wird etwas eingeprägt?
Lasst uns einen Schritt weitergehen. Das materielle Licht enthält auch das
psychische und das noetische Licht. Einprägung im Bewusstsein wird nicht
erreicht durch das materielle Licht, sondern durch das psychische und das
noetische Licht, welche Bilder im Bewusstsein hinterlassen.
Weißt du, dass deine Persönlichkeit nichts
anderes ist, als die Summe deiner Erfahrungen und deiner Eindrücke? Du bist aber
nicht nur all das, du bist noch etwas anderes. Du bist derjenige, der etwas
interpretiert, richtig oder falsch auslegt; du bist auch derjenige, der wider
besseres Wissen, sich im Augenblick durch all das berauschen und verzaubern
lässt.
Eines Tages, wenn du deine Erfahrungen und
Eindrücke erkennen und annehmen kannst, wirst du sie selber handhaben und
meistern können. Selbst-Verwirklichung ist der Sinn und Zweck der
Wahrheitsforscher. Das bedeutet, dass sie versuchen, ihr wahres inneres Selbst
zu finden.
So wie Gott formlos, ist – er wurde nie
geboren und er wird nie sterben – so verhält es sich auch mit dir. Du
betrachtest nun die Substanz: im dreifachen Spiegel haben wir die grobstoffliche
Materie, die psychische Materie und die noetische Materie – Gedanken, Emotionen
und Materie als Form. Wir haben drei Oberflächen im gleichen Spiegel. Stell dir
vor, wie verzerrt sie deine Form widergeben.
Wir sagten formlos. Formlos innerhalb des
Konzeptes von Form. Die Idee Mensch ist nicht formlos. Ohne Körper ja, aber
nicht formlos. Das ist so, weil das Konzept der Form existiert. Es ist das
Gesetz und die Ursache der Formen.
Lasst uns weiterforschen, was Gott ist. Was
ist Gott jetzt? Gesetz, Ursache, Totale Weisheit, die im Intellekt des Menschen
durch die Eigenschaften von Geist-Mind zum Ausdruck kommt. Das materielle Gehirn
ist wie ein Räderwerk. Geist-Mind ist die, Übersubstanz, Substanz, Super-Materie
und Materie, durch welche selbstgewahres oder nicht selbstgewahres Bewusstsein
die Universen erschafft.
Schau zum materiellen Universum – Ordnung
überall. Pflanzen wir einen Eukalyptussamen, so wird daraus kein Orangenbaum
wachsen. Bringen wir Samen aus einem Land und pflanzen sie in ein anderes, wird
ihre Art nicht verändert. Ein kleiner Samen, den wir vielleicht von blossem
nicht Auge sehen können, enthält die Gesetze, die totale Weisheit und die
Allmacht.
Schauen wir uns das Spermatozoon an. Wenn
das Spermatozoon die richtigen Bedingungen vorfindet, wird es entsprechend dem
Kreislauf der Möglichkeiten und Wahrscheinlichkeiten, einen bemerkenswerten
materiellen Körper erschaffen. Es sammelt einen psychischen und einen noetischen
Körper und gibt uns das Selbstgewahrsein der Persönlichkeit des Menschen.
Ich sage nicht, dass wir es sind, die
erschaffen. Derjenige, der ein Sperma nimmt, um in der Ordnung von Zeit und Ort
ein Wesen auszudrücken, der ist ewig. Er steht über dem Konzept von Zeit und
Raum. Er ist ein Gott. Christus sagte: „Ich sage euch, dass ihr Götter seid,
Söhne des Allmächtigen“ (Psalm 82:6 & Joh. 10:34)
Wir werden all das entdecken, wenn wir
Exosomatose praktizieren. Jetzt erhalten wir es als Gedanken, als logoische
Erklärung. Um aber wahrhaft zu verstehen, wer wir wirklich sind, müssen wir in
der Exosomatose aus unserem materiellen Körper gehen. Wir werden uns im
psychischen Körper befinden und die Kräfte unseres psychischen Körpers erlangen,
welche verglichen mit dem materiellen Körper grenzenlos sind.
Verlassen wir unseren psychischen Körper,
befinden wir uns selbst in unserem noetischen Körper. Verlassen wir unseren
noetischen Körper, befinden wir uns in der höher-noetischen Welt. Die
Wissenschaft nennt dies das Super-Licht. Wir nennen es das unauslöschliche
Licht. Treten wir dort ein, werden wir sehen, wer wir sind im Spiegel, den wir
höher-noetische Übersubstanz nennen. Dort werden wir nicht Georg und Maria
sehen. Beachte diesen Punkt. Du wirst Georg und Maria nicht als Materie sehen,
aber als Form, Vibration, Klang, welche charakteristisch waren für Georg oder
Maria während Jahrhunderten. Wer sie in der Super-höher-noetischen Welt kennt,
wird sie erkennen. Als Georg und Maria? Wenn jemand sie als Georg und Maria
gekannt hat, kann er sie identifizieren. Hat er sie nicht gekannt, ist aber
entwickelt genug, dann kann er in einem Moment das ganze Leben von Georg und
Maria erfahren über ihr Selbstgewahrsein. Nur von dieser Inkarnation? Nein, er
kann zur gleichen Zeit alle ihre vorherigen Inkarnationen sehen.
Als „ICH BIN ICH“, als derjenige der weiss,
der interpretiert oder fehlinterpretiert und klassifiziert, sind wir formlos,
unsterblich und ewig.
Ich wiederhole was Christus sagte: „Ich
sage dir, ihr seid Götter und Söhne des Allmächtigen“, aber als Menschen werdet
ihr sterben. Dies bedeutet, dass ihr den Zustand wechselt. Paulus sagte: „Ich
sterbe jeden Tag, doch ich bin immer noch lebendig.“
Wo ist der achtjährige Georg oder die Maria
jetzt? Georg wurde zum Mann und Maria zur Frau. Nicht ein einziges Molekül oder
Atom in ihrem Körper ist dasselbe, aber Georg und Maria existieren immer noch.
Sie werden eine andere Form haben, eine andere Art der Wahrnehmung und des
Ausdrucks. So wie kein Atom des achtjährigen Jungen oder des Mädchens mehr in
den Körpern von Georg oder Maria ist, so wird auch kein Atom der heutigen Körper
von Georg und Maria in dreissig Jahren existieren.
Als Selbstgewahrsein, als Zentrum des
Bewusstseins, das Eindrücke erhält, bleiben Georg und Maria dieselben. Es spielt
keine Rolle, ob sie sich innerhalb der Universen ausdehen oder innerhalb der
Universen wahrnehmen, oder in ein Atom eintreten und dort Eindrücke erhalten –
sie sind immer ganz. Als Selbstgewahrsein werden sie nicht kleiner und nicht
grösser.
Wir haben jetzt viel gesprochen. Wir müssen
jetzt über alles nachdenken und daraus Schlüsse ziehen. Durch die Meditation
müssen wir uns der Bedeutung von Gott, unserem wahren Selbst, nähern. Wir müssen
erkennen, was wir sind und was wir nicht sind, was Gott ist, und was nicht Gott
ist.
Was wird das Resultat sein? Wenn wir
Geist-Mind gut gebrauchen, d.h. richtig denken, durch Konzentration und
Kontemplation, werden wir mehr Kräfte in Anspruch nehmen können. Eines Tages
werden wir den Punkt erreichen, dass wir nicht länger von Wissen abhängig sind,
das wir von unserer Umwelt, von der äusseren Welt erhalten. Wir werden neue
Kräfte erlangen. Das sind die Kräfte der Konzentration, der Koordination, des
Einschwingens und des Einswerdens. Nur über eine einfache Konzentration auf eine
Blume, zum Beispiel, werden wir die Fähigkeit haben, die Blume zu werden, und in
einem Augenblick alles über diese Blume zu wissen. Auf diese Art und Weise,
können wir in einem kurzen Moment soviel über irgend etwas lernen, was sonst
viele Jahre des Studiums in Anspruch nähme. Wir sprechen nicht über die Kräfte
der Ekstase, denn die sind noch höher.
Eine einfache Erklärung von Gott, die wir
zu untersuchen haben, ist die Liebe. Wir haben viel Liebe in uns und wir drücken
sie aus. Auch wenn wir sie auf eigenartige Weise ausdrücken, es ist Liebe. Gott
ist Liebe. Wenn wir die Liebe auf allen Ebenen zu verstehen und umzusetzen
versuchen, dann sind wir auf einem anderen Pfad, der uns zur Wahrheit führt. Die
Wahrheit und das Licht sind nicht nur auf einem Pfad zu erreichen. Alle Pfade
sind ein Weg.
Thema:
- Gott
- Licht
- die verschiedenen Ebenen
- die Körper
- Gewahrsein und Bewusstsein
- Übersubstanz – Substanz-Materie
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