Die Wahrheit ist ein facettenreicher leuchtender Diamant.
Das Große Licht erfüllt dieses Juwel und strahlt in verschiedenen Farben nach allen Seiten aus.
Mystiker, Boten, Weise und Lehrer aller Zeiten, Rassen und Glaubensrichtungen
sprachen über verschiedene Facetten dieser Einen Ewigen Wahrheit.

Virtuelle Zirkel-Lektionen - Deutsch :: Virtual Circle Lessons - English  :: Lições do Círculo Virtual - Portuguese

Geburt - Tod - Wiedergeburt

Virtuelle Zirkel-Lektion vom 24. Mai 2004


Absolute Unendliche Seinsheit – Gott.
Immerwährendes Leben, Liebe und Gnade,

der Du Dich in Dir selbst offenbarst
als All-Weisheit und All-Macht:

Erleuchte unseren Geist,
damit wir Dich als die Wahrheit erkennen.

Reinige unsere Herzen,
damit wir Deine Liebe widerspiegeln -
zu Dir und zu allen Mitmenschen.

Amen


Zweifellos sind wir geboren (inkarniert), wir leben in einem sterblichen materiellen Körper aus Fleisch (Inkarnation aus dem Lateinischen eigentlich: "Fleischwerdung"). Doch nach dem Tod unseres materiellen Körpers, was passiert dann als Nächstes – Befreiung? Vernichtung? Wiedergeburt (Reinkarnation - "Wiederfleischwerdung")? Um mit der Untersuchung dieses weiten Themas zu beginnen, lasst uns unser Verständnis darüber, wer und was wir wirklich sind, kurz überprüfen.

Viele kommen heutzutage mit Lehren in Berührung, die erklären, dass wir nicht unser Körper sind. Unser materieller Körper gehört uns, ist aber nicht unser Selbst. Ebenso gehört der Körper unserer Emotionen (unser psychischer Körper) uns, ist aber nicht unser Selbst. In gleicher Weise gehört der Körper unserer Gedanken (unser noetischer Körper) uns, ist aber nicht unser Selbst. Alle drei Körper können sich im Verlauf unseres irdischen Lebens tief greifend verändern. Wir drücken uns selbst in diesen Körpern und durch diese Körper aus.

Geburt / Inkarnation

Unsere Geist-Seele ist eine reine und unzerstörbare Ausstrahlung von glanzvoll leuchtendem Leben-Licht. Und wenn ein Strahl unseres Geistes Mensch wird und in den Welten der Getrenntheit inkarniert, wird sein Leben-Licht in diese drei Körper gekleidet. Die Gedanken, Emotionen und Verhaltensweisen, die wir entsprechend unserer Wahl in unserer Inkarnation zum Ausdruck bringen, bekleiden unser Selbst und verdunkeln bzw. verschleiern sein Leben-Licht in unterschiedlichem Ausmaß.

Mit Gewissheit glauben Millionen von Menschen aus der ganzen Welt an Reinkarnation. Sogar im materialistischen Amerika zeigte eine Harris-Umfrage von 2003, dass mehr als ein Viertel der Menschen an Reinkarnation glaubt. Lasst uns nun die Lehren der Wahrheitsforscher, des Christentums und des Mystizismus im Bezug auf Themen der Inkarnation, Reinkarnation und spiritueller Entwicklung (Entfaltung) betrachten. Wir alle finden uns selbst auf der Erde wieder, inkarniert in einem materiellen Körper. Dann kommt, nach einigen Jahren, die oftmals gefürchtete Veränderung, die wir Tod nennen. Es ist offensichtlich, dass unser materieller Körper diese Veränderung, die wir Tod nennen, nicht übersteht. Und wenn wir unser Selbst mit dem Körper identifizieren, dann ist es natürlich nahe liegend, den Tod zu fürchten. Aber für diejenigen, die ihr Selbst - jenseits der Beschränkungen des begrenzten physischen Körpers - wirklich erfahren, erlebt haben, verliert die Vorstellung vom Tod ihren Stachel.

Wie Daskalos felsenfest behauptete: "Etwas wie den Tod gibt es nicht! Es ist ein Weitergehen des Selbst-Bewusstseins." Wenn wir die materielle Welt hinter uns lassen, findet eine Veränderung der Art und Weise wie wir leben statt, doch diese Veränderung ist nicht der Tod unseres Selbst als Geist-Seele - es ist noch nicht einmal das Ende unseres Selbst als Persönlichkeit. Nach dem Hinübergehen findet sich der Betreffende in den psychischen Ebenen wieder, in ähnlichen Bedingungen (Umständen) wie sie auf der Erde waren. Er wird auf die gleiche Art und Weise fühlen und denken wie vorher, als er noch im materiellen Körper lebte. Die Fortsetzung ist für die meisten so nahtlos, dass sie anfangs noch nicht einmal bemerken, dass sie hinübergegangen sind. Das ist die Gnade Gottes.

Wenn unser materieller Körper stirbt, lassen wir - als Selbst-Gewahrsein - ihn zurück und setzen unsere Existenz in unseren psycho-noetischen Körpern in den psycho-noetischen Welten fort. Wenn jemand hinübergeht, haben seine zurückgelassene Familie und seine Freunde das Gefühl, dass sie ihren Geliebten verloren hätten. Doch für den Hinübergegangenen ist das nicht so. Auf den psychischen Ebenen wird er sein Leben und seine Entwicklung weiter fortsetzen - ob er als junges Kind oder als alter Mensch gegangen ist. Nach dem Übergang kommt keine spirituelle Polizei, die den Verstorbenen ergreift und ihn zwingt, in eine Hölle zu gehen.

Vielmehr erschaffen die Verdienste bzw. die Verfehlungen - in Form von Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Taten - im Leben eines Menschen eine Charakterqualität bzw. eine charakteristische Schwingung in ihm, die ihn ganz von selbst in genau die psychische Unterebene versetzt, die seiner Schwingung entspricht. Dieser Vorgang ist unfehlbar genau und gerecht.

Die niedrigeren Unterebenen der psychischen Welten sind dort, wo wir die so genannten Höllen vorfinden. Doch diese Höllen existieren nicht als eine Örtlichkeit sondern als ein Zustand. Höllische psycho-noetische Zustände werden durch zerstörerische Gedanken und Gefühle, die in der Persönlichkeit verborgen sind oder durch sie ausgedrückt werden, erschaffen. Diese formen eine schalenähnliche Membran, die die Eindrücke, die wir in den psycho-noetischen Ebenen der Existenz empfangen, einfärben und filtern. Das Gleiche findet auf der Erde statt. Die Gesamtsumme unserer Gefühle, Gedanken und Lebensweise erschafft eine psychologische Schale um uns herum, die unsere Wahrnehmung des Lebens und der Personen um uns herum stark beeinflusst. Oder wie es eine alte Redensart ausdrückt: "Wenn ein Taschendieb einen Heiligen trifft, sieht er nichts außer den Taschen des Heiligen."

Der Verstorbene wird nach einiger Zeit, die wesentlich kürzer oder länger als die Lebenszeit auf Erden sein kann, in den psychischen Ebenen der Existenz den "Zweiten Tod", wie er in der Bibel genannt wird, erfahren. Der zweite Tod ist unsere Befreiung von unserem psychischen Körper, was uns die Fortsetzung unseres Lebens und der spirituellen Entfaltung in unserem noetischen Körper in den noetischen Welten ermöglicht. Jeder unserer drei Körper (physisch, psychisch und noetisch) gehört zu den drei Welten der Existenz. Um in der materiellen Welt zu existieren, benötigen wir einen materiellen Körper; um in der psychischen Welt zu existieren benötigen wir einen psychischen Körper und in der noetischen Welt benötigen wir einen noetischen Körper. Während wir auf der Erde sind, sind diese drei Körper miteinander verbunden und existieren zusammen, genauso wie die drei Welten der Existenz. Der zweite Tod ist schmerzlos, weil unser Selbst-Gewahrsein leicht vom Psychischen hin zum Noetischen hinübergeht.

Die noetischen Ebenen, manchmal auch als mentale Welten bezeichnet, sind Welten der Gedanken und der Form. Hier setzen wir unser Leben, unsere Existenz, fort und vollenden diese Inkarnation. Für diejenigen, die sich während ihrer irdischen Inkarnation mental wenig entwickelt haben, ist dieser noetische Aufenthalt von kurzer Dauer. Jede Stufe der Existenz (materiell, psychisch und noetisch) gibt uns wertvolle Eindrücke und Erfahrungen. Wenn diese in der rechten Weise interpretiert werden ergibt sich daraus Verstehen. Die Essenz davon wird im von uns so genannten Permanenten Atom aufgezeichnet, als Talente, Veranlagungen, gelernte Lektionen und als Lektionen, die noch gelernt werden müssen. Das Permanente Atom ist eine wahrhaftige Aufzeichnung oder ein Tagebuch all unserer Inkarnationen, das von unserem inneren Selbst (der Permanenten Persönlichkeit) und unserem Schutzengel bewahrt wird. Wo ist dieses Permanente Atom? Im ätherischen Herzen, welches mit dem Herzzentrum in jedem der drei Körper übereinstimmt. Die Wahrheit über all unsere Erfahrungen in dieser und allen vorangegangenen Inkarnationen ist darin aufgezeichnet . Diese gestalten und bestimmen die genauen Bedingungen (Umstände), die wir in nachfolgenden Inkarnationen benötigen, um weitere Fortschritte machen zu können. Dann finden wir uns inkarniert in genau diesen Umständen wieder, die ganz bestimmte Lektionen beinhalten, die uns - wenn wir sie gelernt haben - von unseren jetzigen Leiden befreien und uns hin zur Selbst-Verwirklichung führen werden. Anstatt vor den unerwünschten Umständen unseres Lebens wegzulaufen, wären wir besser damit beraten, uns ihnen zu stellen, die Ursachen dieser Umstände zu entdecken und die notwendigen Korrekturen durchzuführen. Hierin liegt unsere Freiheit und die Möglichkeit, unser Leben selbst zu meistern.

Tod (De-Inkarnation)

Wenn wir am Ende einer einzelnen Inkarnation ankommen, löst sich der noetische Körper auf und wir überschreiten die Schwelle ins Ewige Jetzt; wir verlassen die vorübergehenden Welten der Existenz und treten in den Noetik-Zustand (Noetic State) zwischen den Inkarnationen ein. Das ist das lichtvolle Zuhause unserer hinübergegangenen (de-inkarnierten) Seele. Es befindet sich jenseits der Form und jenseits der Begrenzungen von Zeit und Ort. Der Noetik-Zustand ist ein formloses Reich der Gesetze, Ursachen, Prinzipien und Ideen bzw. Urbilder. Diese göttlichen Gesetze, Ursachen und Prinzipien sind der Ursprung aller Formen, die wir in den Welten der Existenz manifestiert sehen.

Wenn wir in den Noetik-Zustand eintreten, gehen die Erfahrungen und das Wissen dieser Inkarnation in das Permanente Atom über - als Weisheit. Wenn wir auch sehr viele Inkarnationen mit verschiedenen Körpern und ständig wechselnden Persönlichkeiten haben mögen, so haben wir doch nur ein Permanentes Atom, das uns in allen Inkarnationen begleitet. Unser inneres Selbst legt - zusammen mit den Herren des Karmas (den Erzengeln der Elemente) - den Plan für unsere nächste Inkarnation fest, und zwar auf Grund der Lektionen, die wir gelernt haben, und der Lektionen, die noch zu lernen sind, – so wie sie im Permanenten Atom gespeichert sind. Dann warten wir einen geeigneten Wiedereintrittspunkt in eine irdische Inkarnation ab. Bestimmt durch unser Karma und gemäß dem göttlichen Plan werden wir in eine Familie, eine Umgebung und in eine Zeitperiode hinein inkarnieren, die am besten als Gelegenheit geeignet ist, damit wir in unserer nächsten Lebenszeit weitere Fortschritte machen können.

Wiedergeburt (Re-Inkarnation)

In einer Reinkarnation hat die breite Mehrheit der Menschen keine Erinnerung mehr an ihre vorangegangene Inkarnation. Dass wir uns nicht erinnern, ist die Gnade Gottes. Denn durch die Erinnerung all unserer vergangenen Leben würden wir uns ebenso an all unsere vergangenen Irrtümer, Fehler und Verbrechen erinnern, was tatsächlich eine erdrückende Last sein würde. Durch das Nicht-Erinnern hat uns Gott einen "neuen Anfang" ermöglicht, eine bessere Möglichkeit Fortschritte zu machen. Wenn wir erst einmal unser Bewusstsein zu höheren Stufen erhoben haben, verlagern wir unsere Identifikation (wer wir sind) von der derzeitigen Persönlichkeit hin zum Selbst unserer Permanenten Persönlichkeit. Dann sind wir im Stande, uns die Aufzeichnungen unserer vergangenen Leben, die innerhalb des Permanenten Atoms sind, zugänglich zu machen. Auf dieser Stufe der Entwicklung wird keine Gefahr mehr bestehen, dass uns das Gewicht der vergangen Verfehlungen und Schwierigkeiten erdrückt. In anderen Worten: Es wird uns solange nicht erlaubt sein, uns an irgendeine vergangene Inkarnation zu erinnern, bis es keine Behinderung mehr für unseren Fortschritt darstellt.

Die Lehren der Wahrheitsforscher weichen beträchtlich von üblichen Vorstellungen von Reinkarnation ab, wie sie heute weit verbreitet sind. Menschen sagen zuweilen : "Ich war diese oder jene Persönlichkeit in meinem vergangenen Leben" und wiederholen damit nur, was ein Medium ihnen gesagt hat. Das lenkt das Augenmerk in die falsche Richtung. Wir haben klar gesagt, dass es der sich Ausdruck verleihende Teil der Seele, die Permanente Persönlichkeit, ist, die einen Strahl von sich selbst in die drei Welten der Getrenntheit projiziert und eine neue derzeitige Persönlichkeit erschafft. In jeder neuen Inkarnation wird eine neue vorübergehende Persönlichkeit erschaffen.

Unser inneres Selbst, die Permanente Persönlichkeit, projiziert immer wieder einen Strahl von sich selbst in die Welten der Existenz hinein und erschafft eine neue derzeitige Persönlichkeit während jeder neuen Inkarnation. Wenn wir unsere Permanente Persönlichkeit mit einem Buch vergleichen würden, dann könnte man jede einzelne Inkarnation als ein Kapitel dieses Buches bezeichnen. Es ist also sehr unzutreffend, wenn wir als Persönlichkeit beanspruchen, diese oder jene Persönlichkeit in einem vergangenen Leben gewesen zu sein. Genauso unzutreffend wäre es, wenn Kapitel 21 des Buches  beanspruchte, Kapitel 7 zu sein. Nur das Buch kann mit Recht den Anspruch erheben, Kapitel 21 und Kapitel 7 zu sein. Genauso kann nur unsere Permanente Persönlichkeit den Anspruch erheben, diese oder jene vorhergehende Persönlichkeit in einem vergangenen Leben gewesen zu sein.

Das Christentum
und die Lehre der Wiedergeburt

Östliche Religionen, gnostische Systeme und antike Mysterienschulen halten an der Lehre der Wiedergeburt (Reinkarnation) fest - aber wie ist das mit dem Christentum? Bestritt oder bestätigte Christus die Glaubenslehre der Reinkarnation, welche zu seiner Zeit weithin bekannt war? Als die Römer das Christentum zur Staatsreligion machten, wurden die frühen christlichen Lehren über die Reinkarnation verdrängt bzw. unterdrückt. Doch sogar die heutige Bibel enthält noch einige Hinweise auf die Reinkarnation.

Es wird beispielsweise von einem Gespräch zwischen Christus und seinen Jüngern berichtet. Im alten Testament besagt eine Prophezeiung, dass der Prophet Elias vor dem Erscheinen des Messias (Christus)  "wiederkommen" (reinkarnieren) muss. Also gab es unter den Juden und Essenern den allgemein üblichen Glauben, dass Elias' Geist reinkarnieren würde. Christi Jünger wussten von dieser Prophezeiung und befragten ihn dazu. Dies gab Christus die ideale Gelegenheit, die Reinkarnation zu verneinen, falls es ein Irrglaube wäre - genau so, wie er es mit anderen falschen Vorstellungen getan hatte. Aber Joshua Immanuel der Christus bestritt die Reinkarnation nicht, sondern er bestätigte sie. Er antwortete seinen Jüngern, dass Johannes (der Täufer) in der Tat Elias war, der wiedergekommen ist. ( Siehe Anmerkung zu Elias)

Und betrachtet die biblische Geschichte, wo Jesus einen Mann heilte, der von Geburt an blind war. Seine Jünger fragten Christus, ob der Mann oder seine Eltern gesündigt hätten, so dass der Mann blind geboren wurde. Diese oftmals übersehene Passage weist wiederum auf den gängigen Glauben an Reinkarnation hin. Wenn Reinkarnation kein anerkannter Glaube zu dieser Zeit gewesen wäre, warum würden die Jünger es als eine Möglichkeit ansehen, dass ein blind geborenes Kind gesündigt haben könnte bevor es geboren wurde. Noch einmal hatte Jesus die perfekte Gelegenheit, sich gegen den Glauben an Reinkarnation auszusprechen. Wenn die Vorstellung, dass ein Mann eine zurückliegende Sünde begangen haben könnte, die dazu führte, dass er blind geboren wurde, falsch gewesen wäre, hätte Christus das auch gesagt. Aber er wies diese Frage nicht als falsch oder unmöglich zurück, sondern antwortete, dass keiner von ihnen gesündigt habe. ( Siehe Johannes 9,1-3)

Trotz der üblen Christenverfolgung Roms setzte sich die Ausweitung des Christentums in den ersten Jahrhunderten nach Christus fort. Einer der spirituellen Großen des frühen Christentums war Bischof Origenes (185 – 254 nach Christus). Er sagte: "Jede Seele kommt in die Welt, gestärkt durch die Siege oder geschwächt durch die Fehler ihrer vergangenen Leben. Ihr Platz in dieser Welt wird bestimmt durch die vergangenen Tugenden und Schwächen." Offensichtlich beweist dieses gut belegte Zitat, dass Reinkarnation akzeptiert und durch frühchristliche Führer gelehrt wurde.

Als Rom dann endlich begriffen hatte, dass sie das Christentum nicht unterdrücken konnten, beschloss der römische Imperator Konstantin, es sich zu Eigen zu machen, indem er es zur Staatsreligion machte. Im Jahre 325 nach Christi begann er damit, Konzile einzuberufen, in denen über die Bedeutung der Lehren des Christus debattiert wurde und darüber, welche ihrer Aspekte in Roms "offizieller" Version des Christentums übernommen werden sollten. So begann die Debatte über Reinkarnation und setzte sich über Jahre hinweg fort. Etwa um 600 nach Christus war die Lehre der Reinkarnation erfolgreich in Verruf gebracht, verleugnet und aus der offiziellen Version des Christentums beseitigt worden. Diese christlichen Konzile stellten das Unterrichten der Lehre der Reinkarnation unter Todesstrafe.

Doch sogar als sie mit dem Tod konfrontiert wurden, hielten viele Christen an dieser Lehre fest. Besonders gilt das für die Katharer. Das Wort Kathar oder Katharer kommt von dem griechischen Wort katharos, welches rein bedeutet. Für viele, viele Jahre war das Katharertum eine der vorherrschenden Formen des Christentums und gedieh in Teilen von Spanien, Italien, Frankreich, Bulgarien, Albanien und Slawien. Die Katharer wandten sich, genau wie die Essener, von den falschen Lehren ab, dass Gott ein rachsüchtiger Gott sei, wie im alten Testament dargestellt. Ebenso hielten sie mutig die Lehre der Reinkarnation aufrecht. Unglücklicherweise hatte die Kirche in Rom zu dieser Zeit große irdische Macht und startete einen Kreuzzug, um die Katharer auszulöschen, weil sie nicht der offiziellen Linie folgten. Zu dieser Zeit erklärte Papst Innocent der III, dass die Ketzer für ihre Überzeugungen "erbarmungslos verbrannt" werden müssen. Die neu gegründete Vollstreckungsabteilung der Kirche, Inquisition genannt, folgte diesem Aufruf. Während über 50 Jahren metzelten sie ungehindert die Katharer nieder. Im Namen der Kirche verbrannten sie Männer, Frauen und Kinder bei lebendigem Leibe und beschlagnahmten ihr Eigentum. Um die Mitte des 13. Jahrhunderts herum waren über eine Millionen Katharer hingeschlachtet worden und die Lehre der Reinkarnation war so gut wie zum Schweigen gebracht worden.

Heutzutage haben wir viele zuverlässige Lehren und Lehrer, die ihren Nachweis für das Leben nach dem Tod oder Reinkarnation zur Verfügung stellen. Sie können auf Quellen hinweisen wie die Bibel, das Tibetische Totenbuch des Mahayana-Buddhismus, das ägyptische Totenbuch, die hinduistischen Upanishaden, klassische indische Vedantaphilosophie und viele andere Quellen. Ein Wahrheitsforscher kann und sollte diese Quellen studieren. Außer historischen schriftlichen Verweisen, welchen Beweis haben wir dafür, dass wir jenseits der Beschränkungen unseres materiellen Körpers existieren? Welchen greifbaren Beweis haben wir dafür, dass es ein Leben nach dem Tod gibt? Mehr und mehr Ärzte und Wissenschaftler untersuchen die so genannte Nahtoderfahrung, von der Personen aus aller Welt berichten, als einen möglichen Beweis für Leben nach dem Tod. Die Menge und die beiderseitig erarbeiteten Darstellungen von Nahtoderfahrung scheinen den Glauben an ein Leben nach dem Tod, so wie dies in so vielen religiösen Schriften über die vergangenen Jahrtausende behauptet wird, zu untermauern.

Doch es ist eine persönlich überprüfbare Erfahrung, nach der die Wahrheitsforscher suchen, um ihr Gelerntes und ihre Überzeugung in direktes Wissen zu verwandeln. Eine der überzeugenderen Erfahrungen, die engagierten Wahrheitsforschern offen steht und welche den unmissverständlichen Beweis erbringt, dass wir außerhalb unseres materiellen Körpers existieren und weiterleben, ist die Exosomatose (außerkörperliche Erfahrung). Viele Wahrheitsforscher haben, nach viel Übung, diese Erfahrung gemacht. Sie nehmen sich selbst außerhalb ihres materiellen Körpers wahr, aber mit genau dem gleichen Selbst-Bewusstsein wie vorher, als sie noch im Körper waren. Wenn Du zum ersten Mal deinen materiellen Körper von außen siehst, offensichtlich getrennt von dem "Ich", von dem du glaubst, dass es du bist, kann das sehr irritierend sein. Aber mit Zeit und Übung festigt sich diese Erfahrung. Und sie liefert dem Wahrheitsforscher einen direkten Beweis für das Fortbestehens des Leben über sein Gefangen sein in einem materiellen Körper hinaus – und die Angst vorm Tod hat keine Macht mehr über ihn.



In Liebe für Alle

Daniel
24. Mai 2004



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Eine Meditation von Daskalos

Entspanne vollkommen.

Spüre, dass Du entspannt bist - die Beine, Oberschenkel, Bauch, Brustkorb ...

Atme tief und so, wie es Dir angenehm ist. Lass jede Gefühlsregung vollständig zur Ruhe kommen. Beginne jetzt damit, dein Denken zu verlangsamen.

Du spürst, dass Du jetzt in deinem materiellen Körper bist - überall in deinem materiellen Körper - Kopf, Brustkorb, Hände, Bauch, Füße. Spüre, dass Du in deinem materiellen Körper bist.

Ich sagte, beginne damit, dein Denken zu verlangsamen - Du hast jetzt deine Denkweise zu verlangsamen.

Wer bin ich? Hab keine Eile. Stelle diese Frage ganz langsam.

Wer bin ich in diesem materiellen Körper? Gehört dieser materielle Körper mir? Ich bin in ihm. Ich bin in - ihm.

Vergiss deinen Namen. Vergiss deine menschliche Form.

Stelle diese Frage direkt - Du hast die Absicht, deine Selbstheit zu erforschen - nicht den materiellen Körper, die grobstoffliche Materie, die Materie ist nichts.

Der Geist ist es, der lebendig macht, Du, Du bist Geist.

Wer bin ich? Was bin ich? Ich lege Gefühlsregungen, Wünsche, Gedanken von mir ab - und doch bleibe ich ich selbst - Ich bin Ich.

Ich will erkennen und spüren, dass ich diese Ich-heit bin - und nicht meine Wünsche, Gedanken, Schwächen.

All dies verändert sich fortwährend, doch ich verändere mich nicht. Ich bin das ewige Leben.

Und wenn ich in einem tiefen traumlosen Schlaf bin - Ich Bin!

Wenn ich mein bedeutungsloses kleines Zeit- und Ort-Selbst wieder zusammensetze, so bin ich dieselbe Ich-heit. Ich bin Leben und Wahrheit.

Was bin ich? Ein Wesen, das Eindrücke von außen aufnimmt, Eindrücke aus der materiellen Welt. Ja, das bin ich auch - doch ich bin mehr als das - viel, viel mehr als das.

Das Ich bin Ich, diese Ich-heit, mich will ich erkennen. Es ist mein Wille, in die Selbst-Verwirklichung einzugehen. Und was bin ich dann?

~ Daskalos



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Offenbarung des Johannes 2, 11:
Wer ein Ohr hat, höre, was der Geist der Gemeinden sagt! Wer überwindet, wird keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod.

Offenbarung des Johannes 20,14:
Und der Tod und der Hades wurden in den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.
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Permanentes Atom (Esoterische Praxis, Glossar S 181):
Jener Teil der permanenten Persönlichkeit, der die Erfahrungen und Lektionen der verschiedenen zeitlichen Persönlichkeiten in den Raum/Ort-Zeit-Welten aufzeichnet. Das permanente Atom befindet sich gleichzeitig im ätherischen Herzen jedes Körpers und registriert alle Gefühle, Gedanken, Reaktionen und Erfahrungen in den drei Welten der Existenz.

Esoterische Lehren, S 75f:
... Doch irgendwie muss die permanente Persönlichkeit jene Eindrücke und Erfahrungen aufzeichnen, die sie in der raum-zeitlichen Welt empfängt. Deshalb bildet sie aus Materie-Substanz, aus der sie selbst als grobstofflicher, psychischer und noetischer Körper besteht, ein Zentrum. Dieses Zentrum befindet sich in unserem ätherischen Herzen, dessen Position in Bezug auf unseren Körper wiederum genau die gleiche ist wie die unseres materiellen Herzens im grobstofflichen Leib. Dieses Zentrum bezeichnen wir als das Permanente Atom.

Das permanente Atom, das materiell, psychisch und noetisch ist, besteht seit dem Augenblick, da die selbstbewusste Seele sich als eine permanente Persönlichkeit Ausdruck verliehen hat. Es ist gewissermaßen ein Buch, in dem die permanente Persönlichkeit vom Augenblick ihrer ersten Inkarnation an ihre Erfahrungen, Reaktionen, Gefühlsregungen und Gedanken aufzeichnet.

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Permanente Persönlichkeit (Esoterische Praxis, Glossar S 181)
Der aktive, sich Ausdruck verleihende Teil der Seele innerhalb und jenseits der Welten der Getrenntheit. Er filtert Wissen von und zu der derzeitigen Persönlichkeit und zieht Weisheit daraus.

Esoterische Lehren, S 77:
Welcher Art ist dann die Beziehung zwischen permanenter und zeitlicher Persönlichkeit? Und welches ist die Beziehung zwischen unserer derzeitigen Persönlichkeit und dem Selbst der permanenten Persönlichkeit einer früheren Inkarnation? Ich denke, es sollte genügen zu sagen, dass jede Inkarnation einfach eine Maske ist, die die permanente Persönlichkeit anlegt.

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Anmerkung zu Elias und Johannes

Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass Elia zuerst kommen müsse? Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht es über den Sohn des Menschen geschrieben? Dass er vieles leiden und verachtet werden soll. ... 13 Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen und sie haben ihm getan, was sie wollten, so wie es über ihn geschrieben steht. (Mk 9,11-13, Revidierte Elberfelder Übersetzung)
Und sie fragten ihn und sagten: Da sagen doch die Schriftgelehrten, Elija müsse zuerst kommen? Sagte er zu ihnen: Gewiss kommt Elija zuerst, und alles stellt er wieder her. ... 13 Jedoch sage ich euch: Auch Elija ist gekommen. Und sie machten mit ihm, wie sie wollten, wie ja geschrieben ist über ihn. (Mk 9,11-13, Übersetzung von Friedolin Stier)

Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes. Und wenn ihr es annehmen sollt: er ist Elia, der kommen soll. Wer Ohren hat, der höre. (Mt 11,13-15)

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Johannes 9,1-3

Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbart würden.

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Daskalos, wie er die Stoa verlässt


Aus Daskalos-Vorträgen

Wir sagten, dass alles, was als lebendige Form existiert, von der Amöbe, der Ameise, der Fliege, der Biene, den Kühen, den Lämmern, den Fohlen bis zu den Elefanten, einen Anfang und ein Ende hat. Von diesem Anfang bis zum Ende vollenden sie den Kreislauf der Möglichkeiten. Aber das Ende ist der Anfang – wie bei einem Kreis. Das ist der Grund, warum wir Kreislauf sagen. Für einen Menschen ist es die Reinkarnation.

Lasst uns den Kreislauf eines Menschen betrachten. Zunächst beginnt er mit einer Schöpfung der heiligen Erzengel – dem Spermium im Körper eines Mannes. Ein Mann vereinigt sich mit einer Frau und gibt dadurch einem neuen Wesen und Geschöpf die Gelegenheit, auf die Welt zu kommen. Wesen und Geschöpf? Was bedeutet das? Die Körper sind Geschöpf, das Wesen ist die Geist-Seele, die inkarnieren - oder reinkarnieren - wird. So beginnt die Persönlichkeit, nunmehr in den Welten der Existenz, bei der Geburt, entwickelt sich, entwickelt sich weiter bis sie erwachsen, zu einem jungen Mann oder zu einer jungen Frau geworden ist. Und schließlich erreicht sie das Ende, und das bedeutet, hinüberzugehen.

So deckt dieser Mensch einen Teil des Kreislaufs der Möglichkeiten ab – nicht den ganzen Kreislauf. Das Leben geht auf der psychischen Ebene weiter. Es geht weiter! Es geht in der noetischen Ebene weiter. Es geht weiter! Dann bekommst Du eine Ruhepause. Und dann wirst Du wieder inkarnieren, in einem Spermium, so wie du es bereits beim ersten Mal getan hast – doch jetzt in einem neuen Körper, in neuen Umständen, an einem neuen Ort. Doch in dieser Schöpfung ist das Geist-Seelen-Ego, das sich selbst an die Umstände anpasst und eine neue Persönlichkeit erschafft.
~ DASKALOS



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Vorherige Lektionen


Allgemeine Grundlagen



Die virtuellen Zirkel-Lektionen betreffen die Lehren des Systems der Wahrheitsforscher, wie es von Dr. Stylianos Atteshlis aus Zypern, auch bekannt als Daskalos, gegründet wurde.

"Unser System Esoterischen Christentums feiert die ewigen Wahrheiten, wie sie in allen großen religiösen Traditionen bekannt sind, und steht dabei fest auf dem Fundament der Lehre des Gott-Menschen, Joshua Immanuel des Christus, und des Neuen Testaments".
~ DASKALOS




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