Absolute Unendliche Seinsheit – Gott.
Immerwährendes Leben, Liebe und Gnade,
der Du Dich in Dir selbst offenbarst
als All-Weisheit und All-Macht:
Erleuchte unseren Geist,
damit wir Dich als die Wahrheit erkennen.
Reinige unsere Herzen,
damit wir Deine Liebe widerspiegeln -
zu Dir und zu allen Mitmenschen.
Amen
Zweifellos sind wir geboren (inkarniert), wir leben in einem sterblichen
materiellen Körper aus Fleisch (Inkarnation
aus dem Lateinischen eigentlich: "Fleischwerdung"). Doch nach dem Tod unseres
materiellen Körpers, was passiert dann als Nächstes – Befreiung?
Vernichtung? Wiedergeburt (Reinkarnation - "Wiederfleischwerdung")? Um mit der Untersuchung
dieses weiten Themas zu beginnen, lasst uns unser Verständnis darüber,
wer und was wir wirklich sind, kurz überprüfen.
Viele kommen heutzutage mit Lehren in Berührung, die erklären, dass wir
nicht unser Körper sind. Unser materieller Körper gehört uns, ist aber
nicht unser Selbst. Ebenso gehört der Körper unserer Emotionen (unser
psychischer Körper) uns, ist aber nicht unser Selbst. In gleicher Weise
gehört der Körper unserer Gedanken (unser noetischer Körper) uns, ist
aber nicht unser Selbst. Alle drei Körper können sich im Verlauf unseres
irdischen Lebens tief greifend verändern. Wir drücken uns selbst in diesen
Körpern und durch diese Körper aus.
Geburt / Inkarnation
Unsere Geist-Seele ist eine reine und unzerstörbare Ausstrahlung von
glanzvoll leuchtendem Leben-Licht. Und wenn ein Strahl unseres Geistes
Mensch wird und in den Welten der Getrenntheit inkarniert, wird sein Leben-Licht in
diese drei Körper gekleidet. Die Gedanken, Emotionen und
Verhaltensweisen, die wir entsprechend unserer Wahl in unserer
Inkarnation zum Ausdruck bringen, bekleiden unser Selbst und
verdunkeln bzw. verschleiern sein Leben-Licht in unterschiedlichem
Ausmaß.
Mit Gewissheit glauben Millionen von Menschen aus der ganzen Welt an
Reinkarnation. Sogar im materialistischen Amerika zeigte eine
Harris-Umfrage von 2003, dass mehr als ein Viertel der Menschen an
Reinkarnation glaubt. Lasst uns nun die Lehren der Wahrheitsforscher,
des Christentums und des Mystizismus im Bezug auf Themen der Inkarnation,
Reinkarnation und spiritueller Entwicklung (Entfaltung) betrachten. Wir
alle finden uns selbst auf der Erde wieder, inkarniert in einem
materiellen Körper. Dann kommt, nach einigen Jahren, die oftmals
gefürchtete Veränderung, die wir Tod nennen. Es ist offensichtlich, dass
unser materieller Körper diese Veränderung, die wir Tod nennen, nicht
übersteht. Und wenn wir unser Selbst mit dem Körper identifizieren, dann
ist es natürlich nahe liegend, den Tod zu fürchten. Aber für diejenigen, die ihr
Selbst - jenseits der Beschränkungen des begrenzten physischen Körpers -
wirklich erfahren, erlebt haben, verliert die Vorstellung vom Tod ihren
Stachel.
Wie Daskalos felsenfest behauptete: "Etwas wie den
Tod gibt es nicht! Es ist ein Weitergehen des Selbst-Bewusstseins."
Wenn wir die materielle Welt hinter uns lassen, findet eine Veränderung
der Art und Weise wie wir leben statt, doch diese Veränderung ist nicht der
Tod unseres Selbst als Geist-Seele - es ist noch nicht einmal das Ende
unseres Selbst als Persönlichkeit. Nach dem Hinübergehen findet sich der
Betreffende in den psychischen Ebenen wieder, in ähnlichen Bedingungen
(Umständen) wie sie auf der Erde waren. Er wird auf die gleiche Art und
Weise fühlen und denken wie vorher, als er noch im materiellen Körper
lebte. Die Fortsetzung ist für die meisten so nahtlos, dass sie anfangs
noch nicht einmal bemerken, dass sie hinübergegangen sind. Das ist die
Gnade Gottes.
Wenn unser materieller Körper stirbt, lassen wir - als Selbst-Gewahrsein
- ihn zurück und setzen unsere Existenz in unseren psycho-noetischen
Körpern in den psycho-noetischen Welten fort. Wenn jemand hinübergeht,
haben seine zurückgelassene Familie und seine Freunde das Gefühl, dass
sie ihren Geliebten verloren hätten. Doch für den Hinübergegangenen ist
das nicht so. Auf den psychischen Ebenen wird er sein Leben und seine
Entwicklung weiter fortsetzen - ob er als junges Kind oder als alter
Mensch gegangen ist. Nach dem Übergang kommt keine spirituelle Polizei,
die den Verstorbenen ergreift und ihn zwingt, in eine Hölle zu gehen.
Vielmehr erschaffen die Verdienste bzw. die Verfehlungen - in Form von
Gedanken, Gefühlen, Wünschen und Taten - im Leben eines Menschen eine
Charakterqualität bzw. eine charakteristische Schwingung in ihm, die ihn
ganz von selbst in genau die psychische Unterebene versetzt, die seiner
Schwingung entspricht. Dieser Vorgang ist unfehlbar genau und gerecht.
Die niedrigeren Unterebenen der psychischen Welten sind dort, wo wir die
so genannten Höllen vorfinden. Doch diese Höllen existieren nicht als
eine Örtlichkeit sondern als ein Zustand. Höllische psycho-noetische
Zustände werden durch zerstörerische Gedanken und Gefühle, die in der
Persönlichkeit verborgen sind oder durch sie ausgedrückt werden,
erschaffen. Diese formen eine schalenähnliche Membran, die die
Eindrücke, die wir in den psycho-noetischen Ebenen der Existenz
empfangen, einfärben und filtern. Das Gleiche findet auf der Erde statt.
Die Gesamtsumme unserer Gefühle, Gedanken und Lebensweise erschafft eine
psychologische Schale um uns herum, die unsere Wahrnehmung des Lebens
und der Personen um uns herum stark beeinflusst. Oder wie es eine alte
Redensart ausdrückt: "Wenn ein Taschendieb einen
Heiligen trifft, sieht er nichts außer den Taschen des Heiligen."
Der Verstorbene wird nach einiger Zeit, die wesentlich kürzer oder
länger als die Lebenszeit auf Erden sein kann, in den psychischen Ebenen
der Existenz den "Zweiten
Tod", wie er in der Bibel genannt wird, erfahren. Der zweite Tod ist
unsere Befreiung von unserem psychischen Körper, was uns die Fortsetzung
unseres Lebens und der spirituellen Entfaltung in unserem noetischen
Körper in den noetischen Welten ermöglicht. Jeder unserer drei Körper
(physisch, psychisch und noetisch) gehört zu den drei Welten der
Existenz. Um in der materiellen Welt zu existieren, benötigen wir einen
materiellen Körper; um in der psychischen Welt zu existieren benötigen
wir einen psychischen Körper und in der noetischen Welt benötigen wir
einen noetischen Körper. Während wir auf der Erde sind, sind diese drei
Körper miteinander verbunden und existieren zusammen, genauso wie die
drei Welten der Existenz. Der zweite Tod ist schmerzlos, weil unser
Selbst-Gewahrsein leicht vom Psychischen hin zum Noetischen hinübergeht.
Die noetischen Ebenen, manchmal auch als mentale Welten bezeichnet, sind
Welten der Gedanken und der Form. Hier setzen wir unser Leben, unsere
Existenz, fort und vollenden diese Inkarnation. Für diejenigen, die sich
während ihrer irdischen Inkarnation mental wenig entwickelt haben, ist
dieser noetische Aufenthalt von kurzer Dauer. Jede Stufe der Existenz
(materiell, psychisch und noetisch) gibt uns wertvolle Eindrücke und
Erfahrungen. Wenn diese in der rechten Weise interpretiert werden ergibt
sich daraus Verstehen. Die Essenz davon wird im von uns so genannten
Permanenten Atom
aufgezeichnet, als Talente, Veranlagungen, gelernte
Lektionen und als Lektionen, die noch gelernt werden müssen. Das
Permanente Atom ist eine wahrhaftige Aufzeichnung oder ein Tagebuch all
unserer Inkarnationen, das von unserem inneren Selbst (der Permanenten
Persönlichkeit) und unserem Schutzengel bewahrt wird. Wo ist dieses
Permanente Atom? Im ätherischen Herzen, welches mit dem Herzzentrum in
jedem der drei Körper übereinstimmt. Die Wahrheit über all unsere
Erfahrungen in dieser und allen vorangegangenen Inkarnationen ist darin
aufgezeichnet . Diese gestalten und bestimmen die genauen Bedingungen
(Umstände), die wir in nachfolgenden Inkarnationen benötigen, um weitere
Fortschritte machen zu können. Dann finden wir uns inkarniert in genau
diesen Umständen wieder, die ganz bestimmte Lektionen beinhalten, die
uns - wenn wir sie gelernt haben - von unseren jetzigen Leiden befreien
und uns hin zur Selbst-Verwirklichung führen werden. Anstatt vor den
unerwünschten Umständen unseres Lebens wegzulaufen, wären wir besser
damit beraten, uns ihnen zu stellen, die Ursachen dieser Umstände zu
entdecken und die notwendigen Korrekturen durchzuführen. Hierin liegt
unsere Freiheit und die Möglichkeit, unser Leben selbst zu meistern.
Tod (De-Inkarnation)
Wenn wir am Ende einer einzelnen Inkarnation ankommen, löst sich der
noetische Körper auf und wir überschreiten die Schwelle ins Ewige Jetzt;
wir verlassen die vorübergehenden Welten der Existenz und treten in den
Noetik-Zustand (Noetic State) zwischen den
Inkarnationen ein. Das ist das lichtvolle Zuhause unserer
hinübergegangenen (de-inkarnierten) Seele. Es befindet sich jenseits der
Form und jenseits der Begrenzungen von Zeit und Ort. Der Noetik-Zustand
ist ein formloses Reich der Gesetze, Ursachen, Prinzipien und Ideen bzw.
Urbilder. Diese göttlichen Gesetze, Ursachen und Prinzipien sind der
Ursprung aller Formen, die wir in den Welten der Existenz manifestiert
sehen.
Wenn wir in den Noetik-Zustand eintreten, gehen die Erfahrungen und das
Wissen dieser Inkarnation in das Permanente Atom über - als Weisheit.
Wenn wir auch sehr viele Inkarnationen mit verschiedenen Körpern und
ständig wechselnden Persönlichkeiten haben mögen, so haben wir doch
nur ein Permanentes Atom, das uns in allen Inkarnationen begleitet.
Unser inneres
Selbst legt - zusammen mit den Herren des Karmas (den Erzengeln der Elemente)
- den Plan für unsere nächste Inkarnation fest, und zwar auf Grund der
Lektionen, die wir gelernt haben, und der Lektionen, die noch zu lernen
sind, – so wie sie im Permanenten Atom gespeichert sind. Dann warten wir einen
geeigneten Wiedereintrittspunkt in eine irdische Inkarnation ab.
Bestimmt durch unser Karma und gemäß dem göttlichen Plan werden wir in
eine Familie, eine Umgebung und in eine Zeitperiode hinein inkarnieren,
die am besten als Gelegenheit geeignet ist, damit wir in unserer
nächsten Lebenszeit weitere Fortschritte machen können.
Wiedergeburt (Re-Inkarnation)
In einer Reinkarnation hat die breite Mehrheit der Menschen keine
Erinnerung mehr an ihre vorangegangene Inkarnation. Dass wir uns nicht
erinnern, ist die Gnade Gottes. Denn durch die Erinnerung all unserer
vergangenen Leben würden wir uns ebenso an all unsere vergangenen
Irrtümer, Fehler und Verbrechen erinnern, was tatsächlich eine
erdrückende Last sein würde. Durch das Nicht-Erinnern hat uns Gott einen
"neuen Anfang" ermöglicht, eine bessere Möglichkeit
Fortschritte zu machen.
Wenn wir erst einmal unser Bewusstsein zu höheren Stufen erhoben haben,
verlagern wir unsere Identifikation (wer wir sind) von der derzeitigen
Persönlichkeit hin zum Selbst unserer
Permanenten Persönlichkeit. Dann sind wir im Stande, uns die
Aufzeichnungen unserer vergangenen Leben, die innerhalb des Permanenten
Atoms sind, zugänglich zu machen. Auf dieser Stufe der Entwicklung wird
keine Gefahr mehr bestehen, dass uns das Gewicht der vergangen
Verfehlungen und Schwierigkeiten erdrückt. In anderen Worten: Es wird
uns solange nicht erlaubt sein, uns an irgendeine vergangene Inkarnation
zu erinnern, bis es keine Behinderung mehr für unseren Fortschritt
darstellt.
Die Lehren der Wahrheitsforscher weichen beträchtlich von üblichen
Vorstellungen von Reinkarnation ab, wie sie heute weit verbreitet sind.
Menschen sagen zuweilen : "Ich war diese oder jene Persönlichkeit in
meinem vergangenen Leben" und wiederholen damit nur, was ein Medium
ihnen gesagt hat. Das lenkt das Augenmerk in die falsche Richtung. Wir
haben klar gesagt, dass es der sich Ausdruck verleihende Teil der Seele,
die Permanente Persönlichkeit, ist, die einen Strahl von sich selbst in
die drei Welten der Getrenntheit projiziert und eine neue derzeitige
Persönlichkeit erschafft. In jeder neuen Inkarnation wird eine neue
vorübergehende Persönlichkeit erschaffen.
Unser inneres Selbst, die Permanente Persönlichkeit, projiziert immer
wieder einen Strahl von sich selbst in die Welten der Existenz hinein
und erschafft eine neue derzeitige Persönlichkeit während jeder neuen
Inkarnation. Wenn wir unsere Permanente Persönlichkeit mit einem Buch
vergleichen würden, dann könnte man jede einzelne Inkarnation als ein
Kapitel dieses Buches bezeichnen. Es ist also sehr unzutreffend, wenn
wir als Persönlichkeit beanspruchen, diese oder jene Persönlichkeit in
einem vergangenen Leben gewesen zu sein. Genauso unzutreffend wäre es,
wenn Kapitel 21 des Buches beanspruchte, Kapitel 7 zu sein. Nur
das Buch kann mit Recht den Anspruch erheben, Kapitel 21 und Kapitel 7
zu sein. Genauso kann nur unsere Permanente Persönlichkeit den Anspruch
erheben, diese oder jene vorhergehende Persönlichkeit in einem
vergangenen Leben gewesen zu sein.
Das Christentum
und die Lehre der Wiedergeburt
Östliche Religionen, gnostische Systeme und antike Mysterienschulen
halten an der Lehre der Wiedergeburt (Reinkarnation) fest - aber wie ist
das mit dem Christentum? Bestritt oder bestätigte Christus die
Glaubenslehre der Reinkarnation, welche zu seiner Zeit weithin bekannt
war? Als die Römer das Christentum zur Staatsreligion machten, wurden
die frühen christlichen Lehren über die Reinkarnation verdrängt bzw.
unterdrückt. Doch sogar die heutige Bibel enthält noch einige Hinweise
auf die Reinkarnation.
Es wird beispielsweise von einem Gespräch zwischen Christus und seinen
Jüngern berichtet. Im alten Testament besagt eine Prophezeiung, dass der
Prophet Elias vor dem Erscheinen des Messias (Christus)
"wiederkommen" (reinkarnieren) muss. Also gab es unter den Juden und
Essenern den allgemein üblichen Glauben, dass Elias' Geist reinkarnieren
würde. Christi Jünger wussten von dieser Prophezeiung und befragten ihn
dazu. Dies gab Christus die ideale Gelegenheit, die Reinkarnation zu
verneinen, falls es ein Irrglaube wäre - genau so, wie er es mit anderen
falschen Vorstellungen getan hatte. Aber Joshua Immanuel der Christus
bestritt die Reinkarnation nicht, sondern er bestätigte sie. Er
antwortete seinen Jüngern, dass Johannes (der Täufer) in der Tat Elias
war, der wiedergekommen ist. (
Siehe Anmerkung zu Elias)
Und betrachtet die biblische Geschichte, wo Jesus einen Mann heilte, der
von Geburt an blind war. Seine Jünger fragten Christus, ob der Mann
oder seine Eltern gesündigt hätten, so dass der Mann blind geboren
wurde. Diese oftmals übersehene Passage weist wiederum auf den gängigen
Glauben an Reinkarnation hin. Wenn Reinkarnation kein anerkannter Glaube
zu dieser Zeit gewesen wäre, warum würden die Jünger es als eine
Möglichkeit ansehen, dass ein blind geborenes Kind gesündigt haben
könnte bevor es geboren wurde. Noch einmal hatte Jesus die perfekte
Gelegenheit, sich gegen den Glauben an Reinkarnation auszusprechen. Wenn
die Vorstellung, dass ein Mann eine zurückliegende Sünde begangen haben
könnte, die dazu führte, dass er blind geboren wurde, falsch gewesen
wäre, hätte Christus das auch gesagt. Aber er wies diese Frage nicht als
falsch oder unmöglich zurück, sondern antwortete, dass keiner von ihnen
gesündigt habe. (
Siehe Johannes 9,1-3)
Trotz der üblen Christenverfolgung Roms setzte sich die Ausweitung des
Christentums in den ersten Jahrhunderten nach Christus fort. Einer der
spirituellen Großen des frühen Christentums war Bischof Origenes (185 –
254 nach Christus). Er sagte: "Jede Seele kommt in
die Welt, gestärkt durch die Siege oder geschwächt durch die Fehler
ihrer vergangenen Leben. Ihr Platz in dieser Welt wird bestimmt durch
die vergangenen Tugenden und Schwächen." Offensichtlich beweist
dieses gut belegte Zitat, dass Reinkarnation akzeptiert und durch
frühchristliche Führer gelehrt wurde.
Als Rom dann endlich begriffen hatte, dass sie das Christentum nicht
unterdrücken konnten, beschloss der römische Imperator Konstantin, es sich
zu Eigen zu machen, indem er es zur Staatsreligion machte. Im Jahre 325
nach Christi begann er damit, Konzile einzuberufen, in denen über die
Bedeutung der Lehren des Christus debattiert wurde und darüber, welche ihrer Aspekte
in Roms "offizieller" Version des Christentums übernommen werden
sollten. So begann die Debatte über Reinkarnation und setzte sich über
Jahre hinweg fort. Etwa um 600 nach Christus war die Lehre der
Reinkarnation erfolgreich in Verruf gebracht, verleugnet und aus der
offiziellen Version des Christentums beseitigt worden. Diese
christlichen Konzile stellten das Unterrichten der Lehre der
Reinkarnation unter Todesstrafe.
Doch sogar als sie mit dem Tod konfrontiert wurden, hielten viele
Christen an dieser Lehre fest. Besonders gilt das für die Katharer. Das
Wort Kathar oder Katharer kommt von dem griechischen Wort katharos,
welches rein bedeutet. Für viele, viele Jahre war das Katharertum eine
der vorherrschenden Formen des Christentums und gedieh in Teilen von
Spanien, Italien, Frankreich, Bulgarien, Albanien und Slawien. Die
Katharer wandten sich, genau wie die Essener, von den falschen Lehren
ab, dass Gott ein rachsüchtiger Gott sei, wie im alten Testament
dargestellt. Ebenso hielten sie mutig die Lehre der Reinkarnation
aufrecht. Unglücklicherweise hatte die Kirche in Rom zu dieser Zeit
große irdische Macht und startete einen Kreuzzug, um die Katharer
auszulöschen, weil sie nicht der offiziellen Linie folgten. Zu dieser
Zeit erklärte Papst Innocent der III, dass die Ketzer für ihre Überzeugungen
"erbarmungslos verbrannt" werden müssen. Die
neu gegründete Vollstreckungsabteilung der Kirche, Inquisition genannt,
folgte diesem Aufruf. Während über 50 Jahren metzelten sie ungehindert
die Katharer nieder. Im Namen der Kirche verbrannten sie Männer, Frauen
und Kinder bei lebendigem Leibe und beschlagnahmten ihr Eigentum. Um die
Mitte des 13. Jahrhunderts herum waren über eine Millionen Katharer
hingeschlachtet worden und die Lehre der Reinkarnation war so gut wie
zum Schweigen gebracht worden.
Heutzutage haben wir viele zuverlässige Lehren und Lehrer, die ihren
Nachweis für das Leben nach dem Tod oder Reinkarnation zur Verfügung
stellen. Sie können auf Quellen hinweisen wie die Bibel, das Tibetische Totenbuch des Mahayana-Buddhismus, das ägyptische Totenbuch, die
hinduistischen Upanishaden, klassische indische Vedantaphilosophie und
viele andere Quellen. Ein Wahrheitsforscher kann und sollte diese Quellen
studieren. Außer historischen schriftlichen Verweisen, welchen Beweis
haben wir dafür, dass wir jenseits der Beschränkungen unseres
materiellen Körpers existieren? Welchen greifbaren Beweis haben wir
dafür, dass es ein Leben nach dem Tod gibt? Mehr und mehr Ärzte und
Wissenschaftler untersuchen die so genannte Nahtoderfahrung, von der
Personen aus aller Welt berichten, als einen möglichen Beweis für Leben
nach dem Tod. Die Menge und die beiderseitig erarbeiteten Darstellungen
von Nahtoderfahrung scheinen den Glauben an ein Leben nach dem Tod, so
wie dies in so vielen religiösen Schriften über die vergangenen
Jahrtausende behauptet wird, zu untermauern.
Doch es ist eine persönlich überprüfbare Erfahrung, nach der die
Wahrheitsforscher suchen, um ihr Gelerntes und ihre Überzeugung in
direktes Wissen zu verwandeln. Eine der überzeugenderen Erfahrungen, die
engagierten Wahrheitsforschern offen steht und welche den
unmissverständlichen Beweis erbringt, dass wir außerhalb unseres
materiellen Körpers existieren und weiterleben, ist die Exosomatose
(außerkörperliche Erfahrung). Viele Wahrheitsforscher haben, nach viel
Übung, diese Erfahrung gemacht. Sie nehmen sich selbst außerhalb ihres
materiellen Körpers wahr, aber mit genau dem gleichen Selbst-Bewusstsein
wie vorher, als sie noch im Körper waren. Wenn Du zum ersten Mal deinen
materiellen Körper von außen siehst, offensichtlich getrennt von dem
"Ich", von dem du glaubst, dass es du bist, kann das sehr irritierend
sein. Aber mit Zeit und Übung festigt sich diese Erfahrung. Und sie
liefert dem Wahrheitsforscher einen direkten Beweis für das
Fortbestehens des Leben über sein Gefangen sein in einem materiellen
Körper hinaus – und die Angst vorm Tod hat keine Macht mehr über ihn.
In Liebe für Alle
Daniel
24. Mai 2004
Zum Anfang
Eine Meditation von Daskalos
Entspanne vollkommen.
Spüre, dass Du entspannt bist - die Beine, Oberschenkel,
Bauch, Brustkorb ...
Atme tief und so, wie es Dir angenehm ist. Lass jede
Gefühlsregung vollständig zur Ruhe kommen. Beginne jetzt damit, dein
Denken zu verlangsamen.
Du spürst, dass Du jetzt in deinem materiellen Körper bist
- überall in deinem materiellen Körper - Kopf, Brustkorb, Hände, Bauch,
Füße. Spüre, dass Du in deinem materiellen Körper bist.
Ich sagte, beginne damit, dein Denken zu verlangsamen - Du
hast jetzt deine Denkweise zu verlangsamen.
Wer bin ich? Hab keine Eile. Stelle diese Frage ganz
langsam.
Wer bin ich in diesem materiellen Körper? Gehört dieser
materielle Körper mir? Ich bin in ihm. Ich bin in - ihm.
Vergiss deinen Namen. Vergiss deine menschliche Form.
Stelle diese Frage direkt - Du hast die Absicht, deine
Selbstheit zu erforschen - nicht den materiellen Körper, die
grobstoffliche Materie, die Materie ist nichts.
Der Geist ist es, der lebendig macht, Du, Du bist Geist.
Wer bin ich? Was bin ich? Ich lege Gefühlsregungen,
Wünsche, Gedanken von mir ab - und doch bleibe ich ich selbst - Ich bin
Ich.
Ich will erkennen und spüren, dass ich diese Ich-heit bin
- und nicht meine Wünsche, Gedanken, Schwächen.
All dies verändert sich fortwährend, doch ich verändere
mich nicht. Ich bin das ewige Leben.
Und wenn ich in einem tiefen traumlosen Schlaf bin - Ich
Bin!
Wenn ich mein bedeutungsloses kleines Zeit- und Ort-Selbst
wieder zusammensetze, so bin ich dieselbe Ich-heit. Ich bin Leben und
Wahrheit.
Was bin ich? Ein Wesen, das Eindrücke von außen aufnimmt,
Eindrücke aus der materiellen Welt. Ja, das bin ich auch - doch ich bin
mehr als das - viel, viel mehr als das.
Das Ich bin Ich, diese Ich-heit, mich will ich erkennen.
Es ist mein Wille, in die Selbst-Verwirklichung einzugehen. Und was bin
ich dann?
~ Daskalos
Zum Anfang
Offenbarung des Johannes 2, 11:
Wer ein
Ohr hat, höre, was der Geist der Gemeinden sagt! Wer überwindet, wird
keinen Schaden erleiden von dem zweiten Tod.
Offenbarung des Johannes 20,14:
Und der Tod und der Hades wurden in
den Feuersee geworfen. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.
Zurück
Permanentes Atom (Esoterische Praxis,
Glossar S 181):
Jener Teil der permanenten Persönlichkeit, der die Erfahrungen und
Lektionen der verschiedenen zeitlichen Persönlichkeiten in den
Raum/Ort-Zeit-Welten aufzeichnet. Das permanente Atom befindet sich
gleichzeitig im ätherischen Herzen jedes Körpers und registriert alle
Gefühle, Gedanken, Reaktionen und Erfahrungen in den drei Welten der
Existenz.
Esoterische Lehren, S 75f:
... Doch irgendwie muss die permanente Persönlichkeit jene Eindrücke und
Erfahrungen aufzeichnen, die sie in der raum-zeitlichen Welt empfängt.
Deshalb bildet sie aus Materie-Substanz, aus der sie selbst als
grobstofflicher, psychischer und noetischer Körper besteht, ein Zentrum.
Dieses Zentrum befindet sich in unserem ätherischen Herzen, dessen
Position in Bezug auf unseren Körper wiederum genau die gleiche ist wie
die unseres materiellen Herzens im grobstofflichen Leib. Dieses
Zentrum bezeichnen wir als das Permanente Atom.
Das permanente Atom, das materiell, psychisch und noetisch ist, besteht
seit dem Augenblick, da die selbstbewusste Seele sich als eine permanente
Persönlichkeit Ausdruck verliehen hat. Es ist gewissermaßen ein Buch, in
dem die permanente Persönlichkeit vom Augenblick ihrer ersten Inkarnation
an ihre Erfahrungen, Reaktionen, Gefühlsregungen und Gedanken aufzeichnet.
Zurück
Permanente Persönlichkeit
(Esoterische Praxis, Glossar S 181)
Der aktive, sich Ausdruck verleihende Teil der Seele innerhalb und
jenseits der Welten der Getrenntheit. Er filtert Wissen von und zu der
derzeitigen Persönlichkeit und zieht Weisheit daraus.
Esoterische Lehren, S 77:
Welcher Art ist dann die Beziehung zwischen permanenter und zeitlicher
Persönlichkeit? Und welches ist die Beziehung zwischen unserer derzeitigen
Persönlichkeit und dem Selbst der permanenten Persönlichkeit einer
früheren Inkarnation? Ich denke, es sollte genügen zu sagen, dass jede
Inkarnation einfach eine Maske ist, die die permanente Persönlichkeit
anlegt.
Zurück
Anmerkung zu Elias und
Johannes
Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die Schriftgelehrten, dass
Elia zuerst kommen müsse? Er aber sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuerst
und stellt alle Dinge wieder her. Und wie steht es über den Sohn des
Menschen geschrieben? Dass er vieles leiden und verachtet werden soll. ...
13 Aber ich sage euch: Auch Elia ist gekommen und sie haben ihm
getan, was sie wollten, so wie es über ihn geschrieben steht. (Mk
9,11-13, Revidierte Elberfelder Übersetzung)
Und sie fragten ihn und sagten: Da sagen doch die Schriftgelehrten, Elija
müsse zuerst kommen? Sagte er zu ihnen: Gewiss kommt Elija zuerst, und
alles stellt er wieder her. ... 13 Jedoch sage ich euch: Auch
Elija ist gekommen. Und sie machten mit ihm, wie sie wollten, wie ja
geschrieben ist über ihn. (Mk 9,11-13, Übersetzung
von Friedolin Stier)
Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes. Und
wenn ihr es annehmen sollt: er ist Elia, der kommen soll. Wer Ohren hat,
der höre. (Mt 11,13-15)
Zurück
Johannes 9,1-3
Und als er vorüberging, sah er einen Menschen, blind von Geburt. Und seine
Jünger fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieser oder seine
Eltern, dass er blind geboren wurde? Jesus antwortete: Weder dieser hat
gesündigt noch seine Eltern, sondern damit die Werke Gottes an ihm
offenbart würden.
Zurück
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Daskalos, wie er die Stoa verlässt

Aus Daskalos-Vorträgen
Wir sagten, dass alles, was als lebendige Form existiert,
von der Amöbe, der Ameise, der Fliege, der Biene, den Kühen, den Lämmern,
den Fohlen bis zu den Elefanten, einen Anfang und ein Ende hat. Von diesem
Anfang bis zum Ende vollenden sie den Kreislauf der Möglichkeiten. Aber
das Ende ist der Anfang – wie bei einem Kreis. Das ist der Grund, warum
wir Kreislauf sagen. Für einen Menschen ist es die Reinkarnation.
Lasst uns den Kreislauf eines Menschen betrachten. Zunächst
beginnt er mit einer Schöpfung der heiligen Erzengel – dem Spermium im
Körper eines Mannes. Ein Mann vereinigt sich mit einer Frau und gibt
dadurch einem neuen Wesen und Geschöpf die Gelegenheit, auf die Welt zu
kommen. Wesen und Geschöpf? Was bedeutet das? Die Körper sind Geschöpf,
das Wesen ist die Geist-Seele, die inkarnieren - oder reinkarnieren -
wird. So beginnt die Persönlichkeit, nunmehr in den Welten der Existenz,
bei der Geburt, entwickelt sich, entwickelt sich weiter bis sie erwachsen,
zu einem jungen Mann oder zu einer jungen Frau geworden ist. Und
schließlich erreicht sie das Ende, und das bedeutet, hinüberzugehen.
So deckt dieser Mensch einen Teil des Kreislaufs der
Möglichkeiten ab – nicht den ganzen Kreislauf. Das Leben geht auf der
psychischen Ebene weiter. Es geht weiter! Es geht in der noetischen Ebene
weiter. Es geht weiter! Dann bekommst Du eine Ruhepause. Und dann wirst Du
wieder inkarnieren, in einem Spermium, so wie du es bereits beim ersten
Mal getan hast – doch jetzt in einem neuen Körper, in neuen Umständen, an
einem neuen Ort. Doch in dieser Schöpfung ist das Geist-Seelen-Ego, das
sich selbst an die Umstände anpasst und eine neue Persönlichkeit
erschafft.
~ DASKALOS
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Vorherige Lektionen
Allgemeine Grundlagen
Die virtuellen Zirkel-Lektionen betreffen die Lehren des Systems der
Wahrheitsforscher, wie es von Dr. Stylianos Atteshlis aus Zypern, auch
bekannt als Daskalos, gegründet wurde.
"Unser System Esoterischen Christentums feiert die
ewigen Wahrheiten, wie sie in allen großen religiösen Traditionen bekannt
sind, und steht dabei fest auf dem Fundament der Lehre des Gott-Menschen,
Joshua Immanuel des Christus, und des Neuen Testaments".
~ DASKALOS

E-Mail:
Contact@Researchers-of-Truth.org
Web Site:
www.Researchers-of-Truth.org
Bücher, Kassetten und CDs sind erhältlich bei:
www.Stoa-Series.com
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