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Vortrag vom 28. Juni 1973
Heute wollen wir über das Phänomen des Todes des materiellen Körpers
sprechen.
Das ist
eine Tatsache. Aber was ist dann die Wirklichkeit, die Millionen von Menschen
während Jahrhunderten verängstigt hat? Was ist der Tod des materiellen Körpers?
Wir
sagten, dass der grobstoffliche Körper ein Körper mit einem Beginn ist.
Folglich
muss etwas, das einen Anfang hat, auch ein Ende haben.
Von Anfang
bis zum Ende ist der Körper fortlaufend Veränderungen unterworfen.
Der
Heilige Paulus sagte: „Jeden Tag sterbe ich.“ Und indem er über den Tod sprach,
meinte er den stetigen Wandel.
Welche
Veränderungen erfährt das Persönlichkeits-Selbst-Gewahrsein des Menschen,
welches meint, es sei der materielle Körper?
Als erstes
ist es die kontinuierliche Veränderung der Moleküle, Atome und Zellen im
grobstofflichen Körper, das Wachstum des Körpers.
Wir sehen,
dass er wächst und dass er in Stand gehalten wird. Er lebt und verändert sich
gemäss den Gesetzen, den göttlichen Gesetzen.
Wir sehen,
dass die materiellen Körper aller Menschen, welche Jahrhunderte hindurch der
Allweisheit und den göttlichen Gesetzen unterliegen, einen Kreislauf der
Existenz vervollständigen.
Dieser
Kreislauf der Existenz ist im göttlichen Plan weise festgelegt, um einem
bestimmten Zweck zu dienen. Der Fehler des Menschen Jahrhunderte hindurch bis
heute ist, dass er sich keine Gedanken macht, d.h. sich nicht darum bemüht, den
Zweck der Existenz seines materiellen Körpers kennen zu lernen. Ich werde euch
ein Beispiel geben:
Wir
betrachten den kleinen Samen eines Eukalyptusbaumes und wir sehen, dass dieser
kleine Same alles enthält, was den Lebenskreislauf dieses Baumes betrifft.
Angenommen, wir zerschneiden den Eukalyptusbaum in sehr viele kleine Stückchen.
Wenn ich ein sehr kleines Stück dieses Baumes von der gleichen Grösse des Samens
nehme und es einem Wissenschafter gebe, wird er nicht in der Lage sein,
irgendetwas zu vergleichen oder zu beobachten. Jedoch werden sich diese kleinen
Stückchen des Baumes auflösen, wenn ich sie in der Erde vergrabe, weil sie in
sich weder die Möglichkeiten noch die Wahrscheinlichkeiten der Göttlichen
Willens- / Schaffensfreude (Will-Pleasure) haben, welche im kleinen Samen
enthalten sind.
Wenn der
Mensch als eine heilige Monade unter der Allweisheit, Allmacht und All-Liebe
hinabsteigt, erschafft er drei so genannte permanente Atome.
Jedes
einzelne von ihnen, auch wenn sie noch so winzig sind, enthält alles, was das
menschliche Leben betrifft und alles, was als Unterbewusstsein, Erinnerung und
Erfahrung eingeprägt wurde.
Drei
permanente Atome.
Das erste
besteht aus der Übersubstanz des niederen noetischen Körpers und es ist
natürlich in der fünften Dimension.
Das zweite
permanente Atom besteht aus der Substanz des psychischen Körpers und der
psychischen Welt und es enthält selbstverständlich alle Möglichkeiten der
vierten Dimension.
Das dritte
permanente Atom besteht aus materieller Substanz. Es ist ein grobstoffliches
Atom, hergestellt aus Substanz, doch es ist ewig und unzerstörbar.
Die drei
permanenten Atome zusammen geben uns die so genannte permanente Persönlichkeit,
welche ewig und unsterblich ist.
Denkt aber
nicht, dass der Mensch in jeder Inkarnation neue permanente Atome erschafft.
Bei seinem
ersten Abstieg vor Tausenden von Jahren erschaffte der Mensch das permanente
Atom, das aus grobstofflicher Substanz besteht.
Das
permanente Atom bleibt dasselbe in jeder Inkarnation. Es ist eine neue Seite im
grossen Buch des Lebens des Menschen und seine Erfahrungen sind die Weisheit
dieses Buches.
In jeder
Inkarnation wird ein neuer grobstofflicher Körper um das materielle permanente
Atom gebildet. In gleicher Weise wird ein neuer psychischer Körper um das
psychische permanente Atom herum aufgebaut und ein neuer noetischer Körper um
das noetische permanente Atom.
Die Körper
verändern sich, sie degenerieren, werden abgelegt und aufgelöst und um jedes
Teilchen des permanenten Atoms werden neue vorbereitet.
Aber gebt
Acht auf das, was ich euch jetzt sagen will:
Alles, was
um das permanente Atom aufgebaut wird, ist das Produkt dessen, was in der
Vergangenheit aufgezeichnet wurde.
Es sind
der Heilige Geist und die Erzengel der vier Elemente Feuer, Wasser, Äther und
Erde, welche die neuen Körper aufbauen aus Übersubstanz und von dem, was um die
permanenten Atome aufgezeichnet wurde.
Doch dein
Selbst ist nicht die Elemente. Die Elemente sind die Substanz, das Material, aus
welchem unsere Körper aufgebaut sind.
So kann
ich sagen, unsere Körper sind unser Tempel, der Tempel Gottes.
Was ist
nun unsere Verbindung mit diesen permanenten Atomen? Was ist unser Verhältnis
mit ihnen als Selbstgewahrsein, als überbewusstes, bewusstes und unterbewusstes
Selbstgewahrsein? Diese permanenten Atome als eine vollkommene, perfekte
permanente Persönlichkeit werden mit der Zeit die Stufe unseres Selbst als
Seelen-Selbstgewahrsein erreichen und werden dem Seelen-Selbstgewahrsein die
Seinsheit geben.
Das ist
die Absicht.
Dieses
Ziel kann nicht in nur einer Inkarnation erreicht werden.
Ebenso
wenig können die Erziehungs- und Lernziele des Kindergartens, der
Elementarschule, der Mittelschule oder der Universität in einem Tag erreicht
werden. Wenn ihr nur „1-Tages-Lektionen“ studiert, werdet ihr den Zweck der
Erziehung und Ausbildung nicht verstehen. (Daskalos vergleicht eine Inkarnation
mit einem Schultag.)
Wir wissen
als Wahrheitsforscher, dass es unser Ziel ist, zur Seinsheit unseres heilig
monadischen Selbst zu werden innerhalb der Absoluten Seinsheit. (Und das ist die
göttliche Gnade.) Denn die Absolute Seinsheit, der Himmlische Vater wünscht,
dass seine Kinder eben so vollkommen sind wie ER es ist. Es ist für eine heilige
Monade nicht möglich, vollkommen zu sein, wenn sie nicht der Meister aller Ideen
und des Wissens in den Universen ist und darüber, wie sich das Göttliche
innerhalb der Universen durch Mind/Geist ausdrückt.
Die
Arbeit, der sich eine gut vorbereitete heilige Monade innerhalb der Absoluten
Seinsheit unterzieht, ist es, den göttlichen Plan zu unterstützen und ihm als
Anerkennung zu dienen.
Nachdem
die permanente Persönlichkeit als Selbstgewahrsein während vieler Jahrhunderte
in grobstofflichen Körpern gelebt hat, hat sie die Meisterschaft über die
grobstoffliche Materie, die psychische Materie-Substanz sowie über die noetische
Substanz und Übersubstanz erlangt. Sie wird jedoch nicht länger ein Meister
sein, ein weiser Ausdruck innerhalb ihrer Körper – sondern sie wird ein Logos,
ein planetarischer Logos und sogar noch mehr sein. Erinnert euch an das
Gleichnis der Talente.
Der
Mann, dem fünf Säcke Gold gegeben wurden, kehrte zurück und sagte:“ Meister, du
hast mir fünf Säcke überlassen. Siehe, ich habe fünf weitere dazu gewonnen.“
„Gut
gemacht, mein treuer und guter Diener“, sagte der Meister. „Du hast bewiesen,
dass du im Kleinen vertrauenswürdig warst. Ich will dir nun eine grössere
Verantwortung übertragen. Komm herein zum Freudenfest deines Herrn.“
(Matthäus 25, 14-30)
Wie viele
Christen haben wohl die Bedeutung dieser Parabel verstanden?
Was
geschieht nun beim Tode des grobstofflichen Körpers?
Ein müder
materieller Körper wird abgelegt. Er ist nutzlos und kann nicht länger der
permanenten Persönlichkeit dienen. Das permanente Atom zieht sich sofort in die
noetische Welt zurück, da es bereits all sein Wissen und alle Erfahrungen des
psychischen Atoms und noetischen Atoms aufgezeichnet hat.
Was ist im
psychischen Atom aufgezeichnet? Ereignisse, Einzelheiten? Nicht unbedingt. Das
psychische Atom zeichnet die emotionalen Schwingungen auf, die diese Ereignisse
erschaffen haben. Es ist das, was wir die psychischen Zustände nennen.
Die
umfassendste Aufzeichnung der Geschehnisse findet sich im noetischen Atom, denn
es basiert auf den Gedanken des niederen noetischen Körpers.
Die
vollständigste Aufzeichnung des Lebens des Menschen findet somit am permanenten
Atom des noetischen Körpers statt.
Folglich
wird das permanente Atom des grobstofflichen Körpers nicht mehr länger benötigt,
denn es hat nichts mehr zu bieten. Deshalb zieht es sich in die noetische Welt
zurück.
Das Herz
ist vom ersten Atemzug des Kindes an der Sitz des materiellen permanenten Atoms.
Das Ein-
und Ausatmen ist die Arbeit des grobstofflichen permanenten Atoms. Der
Herzschlag ist das Werk des grobstofflichen permanenten Atoms.
Dieses
kraftvolle materielle permanente Atom veranlasst den Aufbau jedes Atoms und
jeder Zelle im grobstofflichen Körper. Es ist der Punkt, von welchem die
Silberschnur beginnt.
Einige
Mystiker aus früherer Zeit haben diese Silberschnur als „Gürtel“ bezeichnet.
Wenn das
grobstoffliche permanente Atom den grobstofflichen Körper verlässt, löst sich
der grobstoffliche Körper auf.
In der
Exosomatose, wenn sich das Selbstgewahrsein des Menschen zurückzieht, um in die
psychische oder noetische Welt zu gehen, lebt der materielle Körper in einer Art
von Schlafzustand weiter. Er stirbt nicht, denn das grobstoffliche permanente
Atom bleibt im materiellen Herzen. Dort ist sein Wirkungsbereich,
ausschliesslich in der grobstofflichen Materie.
Der
Stoffwechsel und alle Funktionen des materiellen Körpers gehören zur Arbeit des
grobstofflichen permanenten Atoms.
Das
materielle permanente Atom hat den Anschein, verderblich zu sein, doch es ist
unzerstörbar.
So lange
der Mensch in seinem grobstofflichen Körper lebt, findet fortwährende Arbeit
rund um das permanente Atom statt. Das gibt uns das Phänomen des Lebens.
Wenn ihr
über das grobstoffliche permanente Atom meditiert, werdet ihr sehen, wie es in
Absoluter Allweisheit arbeitet.
Passt nun
auf: Ein materielles permanentes Atom ist telepathisch verbunden mit dem
Heiligen Geist. Alle materiellen permanenten Atome aller Menschen, die jemals
gelebt haben, die jetzt leben oder zukünftig leben werden sind die materiellen
permanenten Atome innerhalb des „Systems“ des Heiligen Geistes.
Was ist
nun unsere Verbindung mit den permanenten Atomen, unsere Verbindung als
göttliche Projektionen, als Leben Selbst-Gewahrsein?
Es ist die
Aufzeichnung von allem, was wir als Erfahrungen empfangen. Es wird aber nicht
auf fremde Materie oder Substanz aufgezeichnet (oder von andern), sondern auf
unser eigenes Selbst.
(Wir
zeichnen unsere Erfahrungen auf, ohne dass jemals Materie oder Substanz von
unserem eigenen Selbst weggenommen wird.)
Besteht
das materielle permanente Atom aus grobstofflicher Materie oder wird es aus
ätherischer Substanz durch das ätherische Doppel des materiellen Körpers
aufgebaut?
In andern
Lektionen sagten wir, dass das ätherische Doppel des grobstofflichen Körpers
stofflich ist in unsichtbarem Zustand, doch es ist Materie.
Dieses
grobstoffliche permanente Atom ist aufgebaut aus schöpferischen, prägenden,
Empfindungs- gebenden und bewegenden Äther.
Folglich
ist es ätherischer Natur.
Jedes
materielle Atom im grobstofflichen Körper lebt von seinem ätherischen Doppel.
Jede
schöpferische Arbeit findet vom Zentrum dieses ätherischen Doppels nach aussen
hin statt.
Wir haben
die Bewegung innerhalb des Körpers und die allwissende Prägung von Ereignissen
wie die Geburt, die Bewegung der Zellen und Atome. All dies geschieht in
vollkommener Ordnung.
Ich
möchte, dass ihr eines Tages über euer materielles permanentes Atom meditiert,
denn es ist die Summe eures Lebens in der materiellen Welt.
Eure
derzeitige Persönlichkeit ist um das grobstoffliche permanente Atom aufgebaut,
natürlich mit Hilfe des psychischen und noetischen permanenten Atoms.
Gebt hier
Acht: Nicht die permanente Persönlichkeit, sondern die derzeitige
Persönlichkeit, denn das permanente Atom ist eine ewige Projektion, hingegen ist
das Persönlichkeits-Selbstgewahrsein einer Inkarnation eine Schöpfung um
einen Namen, einen materiellen, psychischen und noetischen Körper.
Daskalos:
Vortrag vom 28.Juni 1973 © Panayiota Theotoki Atteshli
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